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Zwischen Solidarität und Souveränität: Die Nutzung von Gesundheitsdaten

cybersec.lunch#22

15. November 2022 – Im Gesundheitsbereich werden täglich große Mengen an Daten generiert, die ein immenses Innovationpotenzial zur Verbesserung der Versorgung aller Bürger und Bürgerinnen bieten. Diese Daten sind jedoch besonders sensibel und müssen daher vor Missbrauch geschützt werden. Die Referenten und Referentinnen des 22. cybersec.lunch diskutierten, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter vorangetrieben und wie Gesundheitsdaten für die Forschung und die Diagnostik zugänglich gemacht werden können.

Wie dringlich das Thema ist, betonte Dr. Susanne Ozegowski, Abteilungsleiterin Digitalisierung und Innovation im Bundesministerium für Gesundheit. Für das erste Halbjahr 2023 kündigte sie einen Entwurf für ein Gesundheitsdatennutzungsgesetz an. Mit dem geplanten Gesetz sollen die Weichen gestellt werden, um beispielsweise die Entwicklung neuer Therapien und Medikamente zu unterstützen. Es brauche einen ermöglichenden Datenschutz, so Ozegowski.

Cybersec.lunch#22

Ulrike Elsner, Vorständin des Verbandes der Ersatzkassen e.V., plädierte für ein gemeinsames Verständnis bei der Auslegung der Datenschutzgrundverordnung und führte eine einheitliche Standardisierung von Daten als weiteres wichtiges Thema an.

Die Anwendungen müssten leicht nutzbar und praktikabel für Ärzte und Patienten sein, erklärte Dr. med. Peter Bobbert, Präsident der Ärztekammer Berlin. Innovation und Datenschutz würden sich nicht ausschließen.

Dieses Video wird über den YouTube-Kanal der Bundesdruckerei zur Verfügung gestellt. Nähere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Datenschutz und Datensicherheit seien zwei Seiten einer Medaille, fügte Markus Holzbrecher-Morys, Leiter des Geschäftsbereiches Digitalisierung und eHealth, Deutsche Krankenhausgesellschaft e. V., an. Beides sei wichtig für die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens und durch neue Entwicklungen, zum Beispiel im Bereich Quantencomputing, würden ganz neue Herausforderungen entstehen.

„Wir müssen uns eingestehen, dass wir nicht 100% sicher sind. Am Ende des Tages gibt es ein Restrisiko“, so Ulrike Elsner zum Ende der Veranstaltung. Dieses Restrisiko müsse man jedoch eingehen, um letztlich die Chancen und Potenziale der Datenverarbeitung zu nutzen.

Über den cybersec.lunch

Der cybersec.lunch ist ein regelmäßiges Format des Tagesspiegels, unterstützt von der Bundesdruckerei. In nur einer Mittagspause kommen zahlreiche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und besprechen drängende Fragen der Digitalisierung. Das Konzept: zwei bis vier Gastredner stellen zunächst kurz ihre Sicht zum jeweiligen Thema des cybersec.lunch vor und diskutieren dann gemeinsam mit den Teilnehmern.

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