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Pilotprojekt für virtuelle Institutionsausweise in Kliniken und Arztpraxen

Berlin – 7. Januar 2026 -Der Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) soll künftig kartenunabhängig erfolgen. Ziel ist es, den elektronischen Praxis- und Institutionsausweis (SMC-B) perspektivisch durch virtuelle Lösungen zu ersetzen und damit Hardware-Komponenten wie Karten und Kartenterminals abzulösen.  

Dafür erproben die Partner D-Trust, RISE, die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKTIG sowie das Rhön-Klinikum in Bad Neustadt im Rahmen von Friendly User Tests eine neue digitale Lösung für Institutionsidentitäten im Gesundheitswesen.  

Das von der gematik GmbH zugelassene Pilotprojekt findet im Rhön-Klinikum statt.  

 

Auswirkungen und zeitliche Fristen zum virtuellen Institutionsausweis

Im Mittelpunkt des Tests steht der virtuelle Institutionsausweis SM-B. D-Trust stellt hierfür das entsprechende Institutionszertifikat bereit, das die Identität der jeweiligen Einrichtung bestätigt.  

Funktional entspricht die SM-B einem klassischen SMC-B-Ausweis, wird jedoch kartenlos bereitgestellt und vollständig virtuell verwaltet. Dadurch entfallen sowohl die physische Kartenlogistik als auch der Betrieb dedizierter Terminalhardware. 

Die Infrastruktur, in der die SM-B abgelegt wird, nennt sich HSM-B. Das HSM-B schützt die Schlüsselmaterialien und bildet die technische Grundlage für den sicheren Betrieb der virtuellen Institutionsidentität. Im Rahmen des Piloten stellt 

RISE das HSM-B zur Verfügung und ermöglicht damit den Einsatz eines virtuellen Institutionsausweises, der redundant, performant, zentral und ausfallsicher betrieben werden kann. Die Anbindung an die TI erfolgt über den RISE Highspeed-Konnektor (HSK).  

 

Austausch, Identifikation und Kundeninformation

Das Rhön-Klinikum ersetzt im Friendly User Test zahlreiche bislang im Rechenzentrum eingesetzte SMC-B-Karten und testet den produktiven Einsatz von HSK, HSM-B und SM-B in einer großen Krankenhausumgebung. Darüber hinaus werden die vorgelagerten Ausgabe- und Antragsprozesse über die Portale der DKTIG erprobt. Ziel des Pilotprojekts ist es, Erkenntnisse für einen sicheren, effizienten und skalierbaren Betrieb virtueller Institutionsidentitäten im Gesundheitswesen zu gewinnen.