Sechs Handlungsfelder für Verwaltung und Wirtschaft

Cyberrisiken 2026: digitale Souveränität unter Druck

Cyberrisiken Whitepaper: Sechs Handlungsfelder für Verwaltung und Wirtschaft

Cyberkriminelle haben längst nicht nur Konzerne im Visier

Cyberangriffe sind gezielte digitale Angriffe auf IT-Systeme, Netzwerke und Datenbestände – mit dem Ziel, sensible Informationen abzugreifen, operative Prozesse zu unterbrechen oder Unternehmen finanziell unter Druck zu setzen. 

Was lange als rein technisches Randthema behandelt wurde, zählt heute zu den gravierendsten wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Risiken. Und es trifft längst nicht nur Großkonzerne. Mittelständische Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Behörden und Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) geraten zunehmend ins Fadenkreuz. 

Die Angriffsfläche wächst – und mit ihr die Komplexität der Bedrohungslage. Denn die wenigsten erfolgreichen Cyberangriffe nutzen spektakuläre technische Mittel. Sie setzen dort an, wo Organisationen strukturell verwundbar sind: in ungeklärten Zuständigkeiten, veralteten Systemen und unterschätzten Abhängigkeiten.

Frau hält ein Tablet in der Hand und unterhält sich mit einer Kollegin

Post-Quantum-Security: Warum der Handlungsbedarf heute entsteht

Neue Quantencomputer werden in der Lage sein, aktuelle Verschlüsselungsstandards in kürzester Zeit zu knacken. Angreifende bereiten sich bereits heute darauf vor: Sensible Daten werden abgegriffen („Store now“), um sie künftig zu entschlüsseln („Decrypt later“). Organisationen, die jetzt nicht auf Post-Quantum-Security umstellen, riskieren, dass vertrauliche Informationen zu einem späteren Zeitpunkt offengelegt werden. 

Wie Betroffene sich schützen können, zeigt der Leitfaden der Bundesdruckerei-Gruppe.

Piktogramm Quantencomputer

Das BSI stuft „Store now, decrypt later“ als reale und akute Bedrohung ein und fordert die Migration zu quantensicherer Verschlüsselung bis spätestens 2030.

Quelle: BSI, Pressemitteilung, November 2024

Piktogramm Ausweis

Warum schwaches Identitätsmanagement zu einem der größten Cyber-Risiken wird

Digitale Identitäten sind das bevorzugte Ziel moderner Cyberangriffe. Überprivilegierte Konten und fehlender Zero-Trust-Ansatz ermöglichen es Angreifenden, nach der ersten Kompromittierung unbemerkt tief in Systeme einzudringen und massenhaft sensible Daten abzuziehen. 

Der Leitfaden beschreibt, wie ein schwaches Identitätsmanagement wirksam verhindert wird.

34 Prozent der deutschen Unternehmen wurden 2025 durch Ransomware geschädigt – der häufigste Einstiegsvektor sind kompromittierte Zugangsdaten und Identitäten.

Quelle: Bitkom, Wirtschaftsschutz 2025

Schatten-IT und fehlender VS-NfD-Schutz als unterschätztes Sicherheitsrisiko

Private Messenger, ungesicherte Cloud-Dienste, nicht zugelassene Tools: Wo Schatten-IT unkontrolliert wächst, entsteht ein direkter Kanal für den Abfluss von Dienstgeheimnissen. Besonders in Behörden und KRITIS-Sektoren gefährdet das die digitale Souveränität. 

Mehr Informationen dazu und zu relevanten Schutzmaßnahmen finden sich im Leitfaden.

Piktogramm Cyberspionage

119 neue Schwachstellen in IT-Systemen registriert das BSI täglich im Durchschnitt – ein Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: BSI, Lagebericht IT-Sicherheit 2025

Piktogramm Netzwerk

Ungeschützte Netzwerkstrukturen als Einfallstor für Ransomware

Flache Netzwerke ohne interne Segmentierung sind ideale Ausbreitungswege für Schadsoftware. Ohne Mikrosegmentierung und Zero-Trust-Prinzipien kann sich Ransomware nach einem Erstbefall innerhalb von Minuten im gesamten Corporate Netzwerk ausbreiten. 

Der Leitfaden liefert konkrete Ansätze zur Netzwerksegmentierung, um laterale Angriffsketten zu brechen.

In Deutschland werden täglich zwei bis drei schwere Ransomware-Angriffe angezeigt – Deutschland ist weltweit das am vierthäufigsten betroffene Land.

Quelle: BKA, Bundeslagebild Cybercrime 2024

Fehlende Cyber-Governance als Haftungsrisiko für die Führungsebene

Cybersicherheit ist kein rein technisches Problem – sie ist eine Führungsaufgabe. Ohne klare Governance-Strukturen, definierte Prozesse und einen handlungsfähigen CISO entstehen blinde Flecken, die im Ernstfall zu operativem Chaos und erheblichen Haftungsrisiken führen. 

Wie erste Schritte zu einer starken Governance aussehen können, zeigt der Leitfaden der Bundesdruckerei-Gruppe.

Piktogramm Person stehend

87 Prozent der deutschen Unternehmen waren 2025 von Cyberangriffen, Spionage oder Sabotage betroffen – der Gesamtschaden erreichte mit 289,2 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert.

Quelle: Bitkom, Wirtschaftsschutz 2025

KI Piktogramm

Mangelndes Vertrauen in KI-Systeme als Cyber-Risiko und Wettbewerbsnachteil

Wer den Einsatz von KI-Anwendungen aus Bedenken komplett blockiert, verliert an Wettbewerbsfähigkeit und wird anfälliger für KI-gestützte Cyberangriffe. Wer sie wiederum ohne Governance einführt, riskiert den Bruch des EU AI Acts und den unkontrollierten Abfluss interner Daten. 

Der Leitfaden zeigt, wie Sie vertrauenswürdige KI souverän und rechtskonform in Ihre Prozesse integrieren.

 

82,6 Prozent aller Phishing-Mails sind bereits KI-generiert – Deepfake-Angriffe auf Unternehmen stiegen um über 300 Prozent.

Quelle: KnowBe4, 2025/2026

Der nächste Schritt: Wo steht Ihre Organisation?

Eine Selbsteinschätzung der Gefahr eines Cyberangriffs für die eigene Organisation können Nutzende über die folgenden sechs Fragen erlangen. Jede Frage lässt sich mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten und zeigt auf einen Blick, wo Unternehmen heute stehen. Jedes „Nein“ ist ein konkretes Cyber-Risiko. Der Leitfaden der Bundesdruckerei-Gruppe zeigt, wie es sich ausschließen lässt.

Piktogramm check bdr schmal rechts

Quantensichere Verschlüsselung
Sind sensible Daten – Kundendaten, Patente, Behördenregister – bereits gegen die Entschlüsselungsmethoden von morgen geschützt?

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Schutz digitaler Identitäten
Sind Zugänge und Zertifikate so gesichert, dass Identitätsdiebstahl und unbefugte Zugriffe zuverlässig verhindert werden?

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BSI-konforme Kommunikation
Werden ausschließlich BSI-zertifizierte Kanäle für den Austausch vertraulicher Informationen und Verschlusssachen (VS-NfD) genutzt?

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Abgesicherte IT-Infrastruktur

Ist das Netzwerk durch Mikrosegmentierung so geschützt, dass sich Ransomware nach einem Erstbefall nicht lateral ausbreiten kann?

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Ganzheitliche Cybersicherheitsstrategie
Gibt es klare Zuständigkeiten, einen oder eine CISO und regelmäßige Notfallübungen für den Ernstfall – etwa bei Ransomware oder einer schweren Datenpanne?

Piktogramm check bdr schmal rechts

Sichere KI-Nutzung
Existieren für alle KI-Anwendungen verbindliche, EU-AI-Act-konforme Richtlinien für Datenschutz und Ergebnisvalidierung?

Digitale Resilienz beginnt mit dem richtigen Überblick

Der Leitfaden „Cyberrisiken 2026: digitale Souveränität unter Druck" liefert Orientierung für die sechs kritischsten Handlungsfelder – kompakt, praxisnah und kostenlos.

Tiefer einsteigen: Weitere Themen zur digitalen Sicherheitsstrategie

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