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Digitalisierung im Verkehrssektor: Bundesdruckerei zeigt Prototypen einer Prüf-App für Verkehrskontrollen

Berlin, 05. Mai 2026 Seit dem Start der i-Kfz-App Ende 2025 kann der Fahrzeugschein digital verwaltet werden und ist somit immer auf dem Smartphone dabei. Die gemeinsam von Bundesdruckerei und Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) entwickelte App hatte bereits im März mehr als 1,5 Millionen Nutzende.  

Die fortschreitende Digitalisierung im Verkehrssektor bedeutet für die Polizeiarbeit aber auch neue Herausforderungen: Auf dem diesjährigen Europäischen Polizeikongress wird die praktische Umsetzung und Prüfung digitaler Führer- und Fahrzeugscheine aus der i-Kfz-App beleuchtet. Dabei stehen technische Voraussetzungen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Fragen der Fälschungssicherheit und Nutzerfreundlichkeit im Fokus.

Prüfung digitaler Nachweise per App

Die Bundesdruckerei-Gruppe als Technologieunternehmen des Bundes hat in diesem Kontext einen Prototyp für eine Prüf-App entwickelt. Dieser demonstriert exemplarisch, wie eine Verkehrskontrolle durch die Polizei ablaufen und die Prüfung des digitalen Dokumentes in der Praxis erfolgen kann. „Die Vorarbeit für den Prototyp der Prüf-App wurde bereits im mehrjährigen, europäischen Large Scale Pilotprojekt POTENTIAL geleistet. Aus umfassenden Interviews mit Beamten aus fünf Landespolizeien haben wir Funktionen und Nutzerhinweise eingearbeitet. Zusammen mit dem ISO-Standard als technische Spezifikation ist das die Basis für unseren Click-Dummy“, sagt Elisabeth Grießl, Senior Solution Managerin bei der Bundesdruckerei GmbH. 

Das Ziel des Prototyps ist es, Handlungssicherheit für Verkehrspolizisten zu schaffen und so Chancen und Grenzen kritisch zu diskutieren. Der Europäische Polizeikongress eröffnet zudem die Möglichkeit, technisch maßgeschneiderte Lösungen für die Umsetzung der digitalen Verkehrskontrolle gemeinsam zu diskutieren. Der Prüf-App-Prototyp ermöglicht es Verkehrspolizisten, die Prüfung der digitalen Nachweise durch das Scannen eines QR-Codes zu initiieren. Dieser Code enthält selbst keine Daten, er baut einen sicheren Kanal zwischen zwei Smartphones, über den Daten per Bluetooth-Low-Energy-Standard übertragen werden können. Im Anschluss wird eine Zusammenfassung angezeigt, die die Gültigkeit der digitalen Nachweise bestätigt und ein Prüfprotokoll erstellt. 

Der Prototyp der Prüf-App wird vom 6. bis 7. Mai am Stand der Bundesdruckerei auf dem Europäischen Polizeikongress im City Cube Berlin präsentiert. Am 6. Mai um 16:00 Uhr ist Elisabeth Grießl Teil der Plenumsdiskussion “Polizeilicher Einsatz für mehr Sicherheit im Straßenverkehr” im Fachforum 2.1.