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EDIR 2022: Den europäischen Rahmen für digitale Identitäten mitgestalten

Der 3. European Digital Identity Roundtable (EDIR) fand am 27. September 2022 unter der Schirmherrschaft der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel statt. Vertreter des Europäischen Parlaments, der Mitgliedstaaten und der Industrie diskutierten die aktuelle legislative Entwicklung des Vorschlags der Europäischen Kommission für einen europäischen Rahmen für digitale Identitäten.

Diskussion um Visualisierung von Website-Zertifikaten geht weiter

Der Runde Tisch konzentrierte sich auf die aktuellen zentralen Fragen des Gesetzgebungsverfahrens, wobei Schattenberichterstatter MdEP Mikuláš Peksa und Tomáš Vágner von der zuständigen Arbeitsgruppe des Rates den Status quo darlegten. Der Austausch über kontroversere Aspekte des Dossiers drehte sich um die Visualisierung sogenannter Qualified Web Authentication Certificates (QWACs), die Transparenz schaffen und die gesicherte Identität des Website-Anbieters für den Nutzer bestätigen und bereitstellen. Mit Blick auf die digitale Souveränität Europas forderte Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer der D-Trust GmbH, einem Unternehmen der Bundesdruckerei-Gruppe, EU-Standards für die Visualisierung von QWACs. Dies geschehe im Interesse der europäischen Verbraucher und der Stärkung der Wirtschaft. Er äußerte die Hoffnung, dass auch bislang kritische Stimmen im Europäischen Parlament die Bedeutung gesicherter Identitäten von Website-Anbietern erkennen werden.

Foto der Teilnehmer des 3. European Digital Identity Roundtable 2022

Die Teilnehmer des 3. EDIR diskutierten den Vorschlag der Europäischen Kommission zu digitalen Identitäten. V. l. n. r. : Kim Nguyen, Michael Butz, Jaroslav Zajíček, Tomáš Vágner, Mikuláš Peksa, Mirja Rasmusson

Digital Identity Wallet und nationale Ankeridentitäten im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die praktische Umsetzung der European Digital Identity Wallet. Es wurden die regulatorischen und technischen Herausforderungen auf europäischer Ebene diskutiert. Die Teilnehmer waren sich einig, dass Erfahrungen aus nationalen Pilotprojekten sowie das Augenmerk auf mögliche Anwendungsfälle Erfolgsfaktoren darstellen. Unter anderem wurde die Bereitstellung einer sicheren und benutzerfreundlichen digitalen Identität, die von einer nationalen eID als Ankeridentität abgeleitet ist, als Voraussetzung für eine vertrauenswürdige Digitale Identity Wallet eingeschätzt; attraktive und zugängliche Anwendungsfälle sind weitere Erfolgsfaktoren. Mit dem Runden Tisch sollen die verschiedenen Akteure zusammengebracht werden, um so den Aufbau eines Ökosystems für digitale Identitäten zu fördern.

Dieses Video wird über den YouTube-Kanal der Bundesdruckerei zur Verfügung gestellt. Nähere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Der 3. European Digital Identity Roundtable (EDIR) fand am 27. September 2022 unter der Schirmherrschaft der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel statt.

European Digital Identity Roundtable seit 2020

Der EDIR wurde 2020 vom Europäischen Signaturdialog (ESD), einer Plattform führender europäischer Anbieter elektronischer Signaturen, und der Bundesdruckerei GmbH ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe ist ein Forum für relevante Stakeholder und soll einen offenen Austausch über bestehende Initiativen, Erfahrungen und bewährte Verfahren fördern, um die europäischen Institutionen und die EU-Mitgliedstaaten bei ihren Bemühungen um die Schaffung eines EU-weiten digitalen Identitätssystems zu unterstützen.

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