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No-Stop-Government: Bundesdruckerei zeigt ihre Vision bürgerzentrierter Verwaltung

Berlin, 8. Juni 2026. Das Bundesportal ist zentraler Zugangspunkt zu Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Kommunen und damit ein wichtiger Baustein für die Verwaltungsdigitalisierung: Monatlich greifen über drei Millionen Nutzende auf über 620 Online-Formulare zu. Umgesetzt und betrieben wird es von der Bundesdruckerei mit dem Zielbild des so genannten One-Stop-Governments. Dieses Verwaltungsmodell erlaubt es, über einen einzigen zentralen Zugangspunkt Bürgern, Bürgerinnen, Unternehmen und staatliche Dienstleister zu erreichen.

Auf dem Zukunftskongress Staat und Verwaltung zeigt die Bundesdruckerei als Technologieunternehmen des Bundes unter anderem eine Vision für das No-Stop-Government: eine Verwaltungsform, die Lebensereignisse und –stationen wie Heirat, Geburt eines Kindes oder Umzug von Bürgern und Bürgerinnen selbstständig erkennt und nicht auf Anträge wartet.

No-Stop-Government als konsequente Weiterentwicklung des One-Stop-Prinzips

No-Stop-Government bedeutet die konsequente Weiterentwicklung des One-Stop-Prinzips. Ziel ist, dass der Staat den Bürgern und Bürgerinnen entgegenkommt – proaktiv und auf Grundlage vorliegender Daten. Dazu braucht es die interoperable Verknüpfung staatlicher Register und Datenbanken, sodass auf Lebensereignisse automatisiert reagiert werden kann. So würden Eltern nach der Geburt eines Kindes automatisch Kindergeld erhalten, ohne zuvor einen Antrag dafür zu stellen. “Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Ausfüllen von Anträgen entfällt, der Staat wird effizienter und reduziert den Verwaltungsaufwand – und am Ende kann niemand durchs Raster fallen”, sagt Maximilian Weber, Produktmanager Plattform.iQ bei der Bundesdruckerei GmbH. “Mit dem Bundesportal und Plattform.iQ haben wir hierfür bereits eine bewährte technologische Grundlage.” 

Die Bundesdruckerei-Lösung Plattform.iQ bündelt heute schon ein zentrales Frontend mit integrierten Basisdiensten wie BundID, dem zentralen Bürgerkonto für Online-Anträge, oder FitConnect, einer einheitlichen Transportinfrastruktur für sicheren Datenaustausch in der deutschen Verwaltung. Viele Schritte in der Antragsstellung werden bereits durch bestehende Lösungen abgewickelt. Zukünftig könnten passende Leistungen automatisch erkannt und KI-gestützt beantragt werden; Bescheide entstehen dann automatisch. Damit diese Vision erreicht werden kann, braucht es eine Vernetzung des technologischen Ökosystem sowie etablierte Standards, KI-Lösungen im Front- und Backend und die konsequente Nachnutzung bereits etablierter Lösungen. 

Der Impulsvortrag “No-Stop-Government – vom Fundament zur Vision” von Maximilian Weber findet am 9. Juni von 12:50-13:10 Uhr in der Arena I.B des Zukunftskongress Staat und Verwaltung statt. Eine Übersicht aller Veranstaltungen mit Beteiligung der Bundesdruckerei gibt es hier.