Diskussionsrunde cybersec.lunch #3 mit dem Tagesspiegel

Headergrafik Cybersec.lunch

Am 15. Mai hat die Bundesdruckerei gemeinsam mit dem Tagesspiegel zum dritten cybersec.lunch geladen.

Am 15. Mai diskutierten die rund 100 Teilnehmer mit Dr. Konstantin von Notz, netzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Roland Obersteg, Kapitän zur See und Abteilungsleiter Führung, Kommando Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr, über mögliche Auswirkungen von Cyberangriffen auf die Demokratie, insbesondere mit Hinblick auf die Bundestagswahl 2017.

Die digitale Demokratie ermöglicht einerseits Entwicklungen wie das digitale Rathaus sowie eine direktere Kommunikation zwischen Wählern und Politikern. Andererseits sieht sie sich mit Risiken wie Bots, Hackerangriffen und Erpressbarkeit konfrontiert, wie auch die US-Wahlen und zuletzt die Präsidentschaftswahlen in Frankreich gezeigt haben. Der Hackerangriff „Wanna Cry" bot den Teilnehmern und Gästen ein aktuelles Beispiel, um über die Frage zu diskutieren, wie sicher eine digitale Demokratie ist bzw. sein kann. Welche Kernbereiche einer Demokratie müssen besonders geschützt und welche konkreten Maßnahmen sollten ergriffen werden? Wie lassen sich Demokratie und Sicherheit gewährleisten, ohne die persönliche Freiheit einzuschränken?

Einig waren sich von Notz und Obersteg, dass die Frage der Zuständigkeiten für den Schutz vor Cyberangriffen in Deutschland bisher nicht optimal geregelt ist. Ziel müsse es sein, zentrale Verantwortlichkeiten zu schaffen und die Kompetenzen effizient zu bündeln. Aufgabe der Bundeswehr sei es derzeit, die eigenen Netze zu schützen, erläuterte Obersteg. Nur mit einem klaren Mandat des Bundestags könnte die Bundeswehr auch Maßnahmen zur Abwehr von Cyberangriffen umsetzen. Dr. Konstantin von Notz kündigte ein Eckpunktepapier der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion zum Thema Cybersicherheit an und sprach sich für einheitliche Sicherheitsstandards bei IT-Produkten und Dienstleistungen aus.

Der cybersec.lunch ist ein regelmäßiges Veranstaltungsformat des Tagesspiegels und der Bundesdruckerei. Das Konzept: Zwei Gastredner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stellen ihre Sicht zum jeweiligen Thema der Veranstaltung vor. Anschließend diskutieren sie mit den Teilnehmern – alles in nur einer Mittagspause. Moderiert wird die Veranstaltung von Sascha Klettke, Chef vom Dienst des Tagesspiegel Politikmonitorings und Analyst für Netzpolitik.

Cyberseclunch3

v.l.n.r. Roland Obersteg, Dr. Konstantin von Notz, Sascha Klettke

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