Europäischer Themenmonat zur Cybersicherheit gestartet

Der Themenmonat rund um Cybersicherheit soll europaweit über Gefährdungen in der Cyberwelt informieren und für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Digitalisierung sensibilisieren

Berlin – Unter dem Motto „Cybersicherheit morgen – Herausforderungen und Lösungsansätze“ startete die Bundesdruckerei gestern in den European Cyber Security Month. Der Themenmonat rund um Cybersicherheit soll europaweit über Gefährdungen in der Cyberwelt informieren und für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Digitalisierung sensibilisieren. „Staat, Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft in Deutschland werden sich in den kommenden Jahren erheblich mit Cybersicherheit auseinandersetzen müssen. Das umfasst entsprechende Sicherheitsstrategien und IT-Lösungen, aber auch den Faktor Mensch als potenzielles Angriffsziel von Hackern“, leitete Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der Bundesdruckerei GmbH, die Diskussionsrunde vor rund 50 Vertretern aus Politik, Verbänden, Wissenschaft, Unternehmen und Medien ein.

Durch den digitalen Wandel werden immer mehr vertrauliche Informationen in Unternehmen elektronisch gespeichert, verschickt und verarbeitet. Damit wächst die Bedeutung der IT-Sicherheit stetig. Das zeigt auch eine aktuelle Studie der Bundesdruckerei: IT-Angriffe auf deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren ein alarmierend hohes Niveau erreicht.

Europäischer Themenmonat

v.l.n.r.: Dr. Nguyen, Ohoven, Dr. Schmiese, Schönbohm, Dr. Popp, Hamann

Jedes zweite Unternehmen hatte in den vergangenen 24 Monaten einen konkreten IT-Sicherheitsvorfall zu verzeichnen. Auch der Deutsche Bundestag vermeldete kürzlich einen erneuten Hackerangriff. Vor diesem Hintergrund war die nationale Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung eines der Hauptthemen des Abends. Die Cybersicherheitsstrategie sei ein wichtiger Meilenstein für mehr IT-Sicherheit für den gesamten Standort Deutschland.

Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, sieht beim Thema IT-Sicherheit noch Luft nach oben: „Gerade im Mittelstand gibt es noch viel Nachholbedarf.“ Gleichwohl biete die digitale Vernetzung der Produktion für Unternehmen enormes Potenzial. BSI-Präsident Arne Schönbohm mahnte: „Cyberangriffe finden jeden Tag statt, die Methoden der Angreifer werden dabei immer professioneller. Staat und Wirtschaft müssen gleichermaßen dazu beitragen, die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten. Denn unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung ist die Cybersicherheit."

Um bestmöglich für solche Angriffe gewappnet zu sein, warb Dr. Hans-Joachim Popp, Chief Information Officer (CIO) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, für gemeinsame Lösungen von Staat und Wirtschaft und monierte gleichzeitig die Technologieabhängigkeit Europas: „Politik und Unternehmen müssen hier an einem Strang ziehen. Wir brauchen Rahmenbedingungen und Sensibilität für ein europäisches Ökosystem im Bereich Cybersicherheit.“ „Schlüsseltechnologien zum Schutz vor Cyberangriffen müssen ein Grundpfeiler der deutschen IT-Sicherheitsindustrie sein“, betonte Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer der
D-TRUST GmbH. Dies bedeute, dass IT-Sicherheit in allen Branchen und Lebensbereichen mitgedacht werden müsse.

Nähere Informationen zur sicheren Digitalisierung finden sich in der eingangs erwähnten IT-Studie der Bundesdruckerei. Sie kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.bundesdruckerei.de/digitalisierung/whitepapers/studie-it-sicherheit

Europäischer Themenmonat zur Cybersicherheit gestartet

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