Die Rolle Sicherer Identitäten beim digitalen Wandel

Rolle Sicherer Identitäten

Essentiell für die digitale Transformation sind moderne Technologien und die Vernetzung im Internet der Dinge.

Nicht nur Menschen kommunizieren elektronisch. Auch Werkstücke, Materialien und Maschinen werden digitalisiert und vernetzt: Roboter steuern die Fertigung, Produkte „sprechen“ mit Maschinen und Modelle entstehen im 3D-Drucker. Alles, was untereinander oder mit dem Internet vernetzt werden kann, wird auch vernetzt – vom Auto über Rolltreppen, Heizkörper, Traktoren und Waschmaschinen bis hin zur Zahnbürste. Damit die Kommunikationsprozesse reibungslos verlaufen, müssen die Identitäten aller Beteiligten eindeutig sein.

Die Vernetzung im Internet der Dinge bedeutet einen riesigen Markt auch für kleine und mittelständische Unternehmen. So bieten etwa im Zuge des „Smart Home“ immer mehr Hersteller klassischer Haustechnik Produkte an, die per Internet verbunden sind und beispielsweise über eine Smartphone-App gesteuert werden können. Nach Schätzungen des Digitalverbands Bitkom werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich in einer Million deutscher Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren oder Geräte eingesetzt. Auch Cloud-Computing trägt zur weiteren Vernetzung der Wirtschaft bei: Im Jahr 2015 hat nach Bitkom-Angaben erstmals eine Mehrheit der deutschen Unternehmen (54 Prozent) Cloud-Computing eingesetzt. Seit der Mittelstand seine Zurückhaltung bei diesem Thema abgelegt habe, sei Cloud-Computing eine bedeutende Applikation der Digitalisierung geworden, so der Verband.

2020: 50 Milliarden vernetzte Gegenstände im Internet

Heute stehen wir dennoch erst am Anfang einer wirklich vernetzten Welt. Laut Bitkom nutzt inzwischen fast jedes zweite Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe (46 Prozent) Industrie-4.0-Anwendungen, weitere 19 Prozent haben konkrete Pläne für den Einsatz. Fast zwei Drittel der deutschen Industrieunternehmen (65 Prozent) sind bereits im Bereich Industrie 4.0 aktiv. Knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) hat noch keinen genauen Industrie-4.0-Ansatz, kann sich aber vorstellen, künftig entsprechende Anwendungen zu nutzen. Nach Schätzungen von Marktforschern werden schon im laufenden Jahr weltweit mehr als sechs Milliarden Gegenstände mit dem Internet verbunden sein. Bis 2020 soll diese Zahl sogar auf 50 Milliarden steigen.

Die Kehrseite der Medaille: Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung werden Daten zum Großteil elektronisch gespeichert – ob auf internen oder externen Speichermedien. Darüber hinaus sind Unternehmensnetzwerke inzwischen permanent mit dem Internet verbunden. Damit steigt die Gefahr, Opfer von Cyberangriffen zu werden. Erfolgreiche Angriffe können schnell die gesamte Existenz eines Unternehmens gefährden. Davor müssen sich Unternehmen schützen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte im März 2016 in einem Videostatement auf ihrer Website: „Wir müssen alle für Datensicherheit sorgen; die Regierung muss das tun, aber die Unternehmen selbst müssen auch wachsam sein. Deshalb brauchen wir hier auch das Thema Datensicherheit in der Wirtschaft in ganz besonderer Weise.“

Vernetzung benötigt Sichere Identitäten

Der Schlüssel zu mehr Sicherheit bei Daten, Prozessen, elektronischer Kommunikation und vernetzten Systemen sind Sichere Identitäten. In einer Welt der vernetzten Systeme muss sichergestellt werden, dass alle Prozessbeteiligten tatsächlich diejenigen sind, für die sie sich ausgeben. Insbesondere dann, wenn man sein Gegenüber nicht physisch sehen kann oder Maschinen am Prozess beteiligt sind. Das gelingt auf Basis von abgesicherten Identitäten.
Eine Sichere Identität kann nicht manipuliert oder gefälscht und für missbräuchliche Zwecke verwendet werden kann. Sie garantiert, dass jemand tatsächlich der ist, für den er sich ausgibt.

Sichere digitale Identitäten kommen überall dort zum Einsatz, wo Prozesse elektronisch gesteuert und Daten verarbeitet werden. Sie spielen eine Rolle beim verlässlichen Besucher- und Zugangsmanagement sowie beim Schutz der internen und externen Kommunikation und reichen weit hinein in die produktiven Bereiche, in denen einzelne Prozessschritte abgesichert werden. Ein zuverlässiges Management der Identitäten in Unternehmen gewährleistet Sicherheit, Regelkonformität und Effizienz. Das fängt auf der Website mit einem sicheren Log-in an und gilt ebenso für die Prüfung von Kundenidentitäten am Point of Sale sowie für zahlreiche Abläufe im Unternehmen, mit denen die Identitäten von Mitarbeitern, Besuchern und Geschäftspartnern rechtssicher erfasst und geprüft werden.

Sichere Identitäten in Digitalisierungsstrategie aufnehmen

Sichere Identitäten sind also ein zentraler Baustein des digitalen Wandels. Unternehmen sind gut damit beraten, sich genau anzusehen, welche Abläufe digitalisiert werden können, und eine entsprechende Digitalisierungsstrategie aufzusetzen. Dabei sollte der Einsatz Sicherer Identitäten eine wesentliche Rolle spielen – quasi um wirklich ganz sicher zu gehen.

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