Politik und Gremienarbeit

Als Experte für sichere Identitäten und sichere Daten engagiert sich die Bundesdruckerei in diversen regionalen, nationalen und internationalen Gremien und unterstützt zudem die Akteure im politischen Raum mit Know-how.

Digitale Gesundheitsdienstleistungen und Verwaltungsworkflows, Big Data, disruptive Geschäftsmodelle: Digitalisierung und Vernetzung verändern Arbeits- und Prozessabläufe branchenübergreifend. Dabei entstehen gesellschaftliche Veränderungen und es entwickeln sich wirtschaftliche Herausforderungen. Aufgabe der Politik ist es, diese Entwicklungen zu erkennen und die Rahmenbedingungen dafür zu gestalten.

Aus Sicht der Bundesdruckerei sind ein verlässliches und sicheres Management von Identitäten und Daten sowie eine robuste IT-Sicherheitsinfrastruktur bedeutender Teil des aktuellen Themenkanons. Die Bundesdruckerei verfügt über anerkanntes Know-how bei diesen Themen. Entsprechend sieht das Unternehmen es als eine seiner Aufgaben, die Politik dabei zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für eine sichere Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung zu schaffen.

Die politische Arbeit der Bundesdruckerei

In Zeiten der Digitalisierung geht es darum, Identitäten und Daten verlässlich und sicher zu managen. Gleichzeitig gilt: Je digitaler unsere Gesellschaft, desto anfälliger wird sie für Cyber-Attacken. Eine robuste IT-Sicherheitsinfrastruktur ist deshalb unverzichtbar, um unsere Verwaltung und die deutsche Wirtschaft erfolgreich zu digitalisieren – und damit im internationalen Wettbewerb zu stärken. Die Politik hat dies erkannt und die Gestaltung des Rechtsrahmens für die sichere Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode festgeschrieben.

Als Experte für sichere Identitäten und Daten will die Bundesdruckerei die Akteure im politischen Raum dabei unterstützen. Dafür engagiert sich das Unternehmen in unterschiedlichsten Gremien, hat Diskussionspapiere entwickelt und versteht sich als Impulsgeber für politische Debatten.

Unsere digitalpolitischen Themen

Digitalisierung bedeutet vor allem Vernetzung – und die erschafft auch unerwünschte Einfallstore für Cyber-Angriffe. Sichere digitale Identitäten sind ein Mittel, solchen Angriffen widerstehen zu können.

Die Bundesdruckerei ist Spezialist für sichere Identitäten und Daten und bringt ihre Expertise insbesondere bei diesen drei Schwerpunktthemen in den politischen Diskurs ein:

Verwaltung, Gesundheitswesen und die Wirtschaft haben einen hohen Bedarf an Digitalisierung. Dabei gilt: Die digitale Transformation muss in allererster Linie sicher sein.

Sichere Digitalisierung in der Verwaltung

Bürger und Unternehmen sollen durch verschlankte, zeit- und ortsunabhängige Verwaltungsdienste entlastet werden. Noch aber liegt Deutschland bei der Nutzung digitaler öffentlicher Dienstleistungen im europäischen Vergleich auf einem hinteren Rang.

Um dies zu ändern, empfiehlt die Bundesdruckerei etwa, den elektronischen Personalausweis zum Generalschlüssel zur Nutzung digitaler Verwaltungsdienstleistungen zu machen. Sie setzt sich auch dafür ein, die digitale Verfahrensabwicklung für Verwaltungsleistungen flächendeckend einführen und bei allen Umsetzungen auf Konformität mit der europäischen eIDAS-Verordnung zu achten.

Sichere Digitalisierung im Gesundheitswesen

Von der effizienten digitalen Verwaltung von Patientendaten über die digitale Rezeptvergabe bis hin zur digitalen Diagnostik und Fernbehandlung: Der Digitalisierung des Gesundheitswesens werden große Potenziale zugesprochen. Für fast alle Akteure im Gesundheitswesen steht dabei fest, dass der Patient im Mittelpunkt digitaler Anwendung stehen muss. Er muss selbstbestimmt über seine Daten verfügen können.

Die Bundesdruckerei setzt sich für höchste Datenschutz- und Datensicherheitsstandards im Sinne des Patienten ein. Dies gilt insbesondere für die elektronische Patientenakte, welche der Schlüssel für die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist.

Sichere Digitalisierung in der Wirtschaft

Moderne IT-Systeme, digitalisierte Abläufe und vernetzte Produktionsanlagen sind heute wichtige Wettbewerbsfaktoren für die Wirtschaft. Gleichzeitig sind sie Ziel von Cyber-Angriffen und digitaler Wirtschaftsspionage. Unternehmen müssen ihre Daten, Systeme und Anlagen schützen. Dann kann „Made in Germany“ auch künftig ein Qualitätsmerkmal bleiben. Die Politik gibt notwendige Sicherheitsmaßnahmen vor, etwa in Form des IT-Sicherheitsgesetzes und durch Standardisierungsbemühungen.

Diese Aktivitäten müssen aus Sicht der Bundesdruckerei fortgeführt und aktuellen Bedrohungslagen angepasst werden, vor allem in Bezug auf die zunehmenden Angriffe auf kritische Infrastrukturen.

Beim Thema digitaler Souveränität geht es darum, den Menschen bzw. den Unternehmen und Institutionen die Hoheit über die Daten zurückzugeben. Diskutiert werden dabei aktuell sowohl juristische Fragen des Datenschutzes als auch technische Aspekte der Datensicherheit.

Für die Bundesdruckerei gehören die Themengebiete digitale Souveränität und Datensouveränität sowie Datensicherheit und Datenschutz sehr eng zusammen. Aus Sicht des Unternehmens ist Datensicherheit eine notwendige Voraussetzung für Datenschutz. Deswegen unterstützt die Bundesdruckerei die Ansätze von „Privacy by Design“ und „Privacy by Default“, die individuelle Datensouveränität bereits in der Produktentwicklung verankern. Das Unternehmen setzt sich dafür ein, dass die technisch machbaren IT-Sicherheitsanforderungen und daraus resultierende Datensicherheit verstärkt Eingang in politische Diskussionen über neue Regeln im Umgang mit Daten finden.

Aktuell arbeitet die Politik daran, mehr IT-Sicherheit zu schaffen. Eine Aufgabe ist es, einen funktionierenden Rechtsrahmen für die Zertifizierung von vertrauenswürdigen digitalen Diensten, Produkten und Prozessen zu gestalten. Dazu wird auf EU-Ebene der „Cybersecurity Act“ beraten, der darüber hinaus auch die gemeinsame Cyber-Abwehr verbessern und die Rolle der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) stärken soll.

Die Bundesdruckerei setzt sich an dieser Stelle zum Beispiel für eine Produkthaftung bei IT-Sicherheitsvorfällen ein, um den europäischen digitalen Binnenmarkt weiter zu stärken.

Marc Thylmann, Pressesprecher der Bundesdruckerei, erklärt, welche Grundvoraussetzungen für digitale Souveränität geschaffen werden müssen und warum die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dafür ein ideales Beispiel ist.

Gremienarbeit - Engagement im Netzwerk

Die Bundesdruckerei engagiert sich in vielen Verbänden und Organisationen. Angefangen bei politischen Gremien, Netzwerken, Standardisierungs- und Normungsgremien über Sicherheitsvereinigungen bis hin zu branchenspezifischen Ausschüssen.

Zusammenarbeit verbindet

Sich austauschen, politische Rahmenbedingungen diskutieren, branchenspezifische Vorgaben kennen lernen, Know-how einbringen – das ist der Ansatz für die Mitgliedschaften der Bundesdruckerei in Verbänden und Organisationen. Die Mitarbeiter vertreten das Unternehmen mit ihrer Expertise regional, national und international. Hier sehen Sie eine Auswahl der Mitgliedschaften und der Gremienarbeit.

  • European Association for Biometrics (EAB)
  • European Committee for Standardization (CEN)
  • European Cyber Security Organisation (ECSO)
  • European Telecommunications Standards Institute (ETSI)
  • Government Postage Stamp Printers’ Association (GPSPA)
  • Information Systems Audit and Control Association (ISACA)
  • International Card Manufacturers Association (ICMA)
  • International Civil Aviation Organization (ICAO)
  • International Data Spaces Association (IDSA)
  • International Organization for Standardization (ISO)
  • International Tax Stamp Association (ITSA)
  • Open Banking Europe
  • 3Dsensation
  • Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e. V.
  • Arbeitsgemeinschaft Betrieblicher Brandschutz e. V. (AGBB)
  • BANKING CLUB
  • BDI-Initiative: Gesundheit digital
  • Bundesverband der Energieabnehmer e. V.  
  • Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.  
  • Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom)
  • Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME)
  • Bundesverband Mergers & Acquisitions e. V.
  • Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL)
  • Co-Create GmbH
  • Competence Center for Applied Security Technology (CAST) e. V. 
  • Competence Center für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen e. V. (CceSigG)
  • Cyber Akademie (CAk)
  • Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V. (DGQ)
  • Deutsche Oracle-Anwendergruppe e. V. (DOAG)
  • Deutscher EDV-Gerichtstag e. V.
  • Deutsches Fraud Forum
  • Deutsches Institut für Compliance (DICO) e. V.
  • Deutsches Institut für Ideen- und Innovationsmanagement GmbH
  • Deutsches Institut für Interne Revision e. V. (DIIR)
  • Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN)
  • Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN)
  • Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V.
  • EHI Retail Institute e. V.
  • Forschungsinstitut für Medientechnologien (Fogra) e. V.
  • Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration
  • Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung e. V. (GDD)
  • Gesellschaft für Systems Engineering e. V. (GfSE)
  • Govdigital
  • Initiative D21 e. V.
  • Innovationsforum (BMWi)
  • Kompetenznetzwerk Trusted Cloud e. V.
  • Kundendienst-Verband Deutschland e. V.
  • Microsoft Business User Forum (mbuf) e. V.
  • Nationales E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) e. V.
  • Plattform Industrie 4.0
  • Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention
  • TeleTrust – Bundesverband IT-Sicherheit e. V.
  • Verband elektronische Rechnung (VeR)
  • Verband Sichere Digitale Identität (VSDI)
  • Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) e. V.
  • Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb)
  • Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI)
  • Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit e. V.
  • Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
  • Handwerkskammer Berlin
  • Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin)
  • TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e. V.
  • Verband Druck und Medien Berlin-Brandenburg e. V.
Patrick von Braunmühl
Patrick von Braunmühl
Senior Director Public Affairs
patrick.vonbraunmuehl [at] bdr.de