Smart Citys: Das sind die fortschrittlichsten Städte der Welt

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Automatisierte Parkplatzverwaltung, intelligente Stromnetze, digitale Verkehrssysteme: In sogenannten Smart Citys optimieren innovative Konzepte das Leben in der Stadt. Eine Studie hat untersucht, wie weit Städte weltweit in Sachen Smart-City-Strategie sind – und wo schon jetzt die Zukunft Realität ist.

Die Unternehmensberatung Roland Berger hat in ihrem „Smart City Strategy Index“ von 2019 untersucht, mit welchen Strategien Städte weltweit smarte Lösungen für ihre Bürger umsetzen, und anhand der Ergebnisse ein Ranking erstellt. Unter den Bewertungskriterien der Experten waren beispielsweise das Budget, das Städte für Smart-City-Innovationen zur Verfügung stellen, sowie bereits vorhandene Pläne und Strategien und ihre Umsetzung.

Die Bilanz: Vor allem asiatische Metropolen ziehen mit ihren Smart-City-Konzepten langsam, aber sicher am Rest der Welt vorbei. Ausnahme sind einige europäische Städte, die mithilfe ambitionierter Ansätze das Leben in der Großstadt digital und nutzerorientiert umgestalten. Doch wie heißen die ersten Smart Citys der Erde und von welchen Innovationen profitieren ihre Bürger? Das sind die Top Acht der fortschrittlichsten Städte der Welt.

Chongqing

Chongqing

Sie haben noch nie von Chongqing gehört? Dann sollten Sie sich den Namen jetzt merken. Denn die Stadt im Südwesten Chinas will mit Smart-City-Lösungen ihren mehr als 30 Millionen Einwohnern das Leben in der Megametropole so angenehm wie möglich machen und belegt im Ranking einen stolzen Platz acht. Bestandteil der smarten Strategie sind zum Beispiel ein intelligentes Parksystem und eine neue Plattform für autonomes Fahren.

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Birmingham

Birmingham

Auch Großbritannien ist im Ranking vertreten: Birmingham belegt Platz sieben. Unter den vielen Smart-City-Projekten, die hier ins Leben gerufen werden: ein digitales System, das Angriffe mit Schusswaffen registriert und mit den gewonnenen Daten die Sicherheit der Stadt verbessern will.

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Shanghai

Shanghai

Platz sechs: Die zweite asiatische Stadt unter den Top Acht ist Shanghai. Die Stadtverwaltung hat einen ambitionierten Fünfjahresplan vorgelegt, um Shanghai zu einer echten Smart City zu machen. Realität sind bereits jetzt Smart-Parking-Plattformen und eine Citizen-Cloud, die jeder Bewohner über eine App nutzen kann, womit er Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen erhält.

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Chicago

Chicago

In der Mitte des weltweiten Smart-City-Rankings befindet sich Chicago in den USA. In der Stadt im Bundesstaat Illinois zeichnen Sensoren auf der Straße beispielsweise Informationen zu Luftqualität, Lautstärke oder Temperatur auf, die dann sowohl der Regierung als auch jedem Bürger zur Verfügung gestellt werden – Chicago belegt den fünften Platz.

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Singapur

Singapur

Platz vier im Ranking: Singapur. Die Metropole in Südostasien ist gleich auf mehreren Ebenen auf dem Weg in Richtung Smart City: Das digitale Identifikationssystem „SingPass“ ermöglicht Bürgern den Zugang zu E-Government-Leistungen. Die Stadt testet darüber hinaus aktuell autonom fahrende Shuttles und ist Vorreiter im Bereich Telemedizin.

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St.Albert

St. Albert

Die Bronzemedaille des Rankings geht an einen echten Underdog: Die kanadische Stadt St. Albert überzeugt mit einem echten Masterplan in Sachen Smart City und hat sich insgesamt 22 Bereiche vorgenommen, um die 65.000-Einwohner-Stadt digital aufzurüsten: darunter die intelligente Steuerung von Gebäuden und der Beleuchtung in der Stadt.

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London

London

Platz zwei im Ranking belegt London. Die Stadt an der Themse setzt vor allem auf flächendeckendes WLAN und will vermehrt Straßenlaternen und Bänke mit öffentlichem Internet ausstatten. Außerdem werden immer mehr Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert.

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Wien

Wien

Nicht etwa eine Megametropole wie New York oder Seoul ist der Smart-City-Spitzenreiter, sondern Wien! Die österreichische Hauptstadt überzeugt mit einer ganzheitlichen Strategie. Die Stadt ist die erste im deutschsprachigen Raum mit offenen Verwaltungsdaten, punktet mit fortschrittlichen E-Health-Ansätzen – und in der „Sag’s Wien“-App können Bewohner Probleme direkt an die Stadt melden.

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China

China

Allgemein gilt China als Smart-City-Pionier. Kritiker aber sehen in der innovativen Infrastruktur vor allem einen Deckmantel für mehr Überwachung. Sie monieren nicht zuletzt die hohe Dichte an Kameras, von denen viele über eine Gesichtserkennung verfügen. Besonders groß sind die Vorbehalte gegen das geplante Social-Credit-System, das man in mehreren chinesischen Städten testet.

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Jena

Jena

Und Deutschland? Auch hier machen sich einige Kommunen auf, um Smart City zu werden. Laut dem Smart-City-Atlas des Bitkom und des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering kommen die meisten Initiativen aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Ein weiteres Learning: Das Thema treibt längst nicht nur die Metropolen um. Auch kleinere Städte wie Cottbus, Jena oder Lemgo sind auf dem Weg zur Smart City. Gute Nachrichten!

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