Digitalisierung sicher gestalten

Expertentipp Digital und sicher gestalten

Zur Digitalisierung gibt es ähnlich viele Lösungen wie Regelungen. Kein Wunder, dass sich Unternehmen bei Consulting-Dienstleistern Hilfe suchen.

Dr. Timo Neumann passiert es häufiger als ihm lieb ist, dass ihm beruflich alle Türen offenstehen. „Bin ich erst einmal im Firmengebäude, kann ich durchmarschieren und stehe plötzlich in der Leitstelle eines Energieunternehmens – und alle wundern sich, wie ich dahin kam“, sagt er. In Fällen wie diesem wird meist schnell klar, dass es in der nächsten Zeit Einiges zu tun gibt. Neumann ist  Abteilungsleiter des Bereichs Consulting der Bundesdruckerei; er hilft Unternehmen dabei, die großen Chancen der digitalen Transformation wahrnehmen zu können und gleichzeitig die Herausforderungen zu meistern.

Die Herausforderungen liegen insbesondere in der IT-Sicherheit. Offene  Serverräume sind ein Thema, die Sensibilisierung der Mitarbeiter ein weiteres. Erfahrungsgemäß ist der Schutz der Netzwerke besonders heikel. Denn im Zuge der Digitalisierung wird fast immer auch Dienstleistern Zugriff auf die eigenen Systeme gewährt. Das fängt bei der Software-Aktualisierung an und erreicht bei der Fernwartung von Produktionsmaschinen eine neue Dimension. „Optimal ist es, dem Dienstleister nur dann den Zugriff zu erlauben, wenn er vom verantwortlichen Mitarbeiter freigegeben wurde. Zudem sollte man alles tracken, was er da macht“, erklärt Neumann. Für die Fernwartung und andere sicherheitskritische Bereiche hat sein Arbeitgeber, die Bundesdruckerei, eigene Lösungen im Portfolio.  Auf Wunsch insbesondere auch einen Penetrations-Test der IT-Infrastruktur.

Bestandsaufnahme in der Reifegradanalyse

Digitalisierung umfasst aber nicht nur Technik und IT Sicherheit sondern auch Strategie, Prozesse und Organisation. Wie weit ein Unternehmen auf dem langen Weg der digitalen Transformation tatsächlich ist, klärt eingangs eine Bestandsaufnahme. In der sogenannten Reifegradanalyse ermittelt das Consulting der Bundesdruckerei, wie weit ein Unternehmen die Anforderungen an eine sichere Digitalisierung bereits umgesetzt hat. Einen ersten Einblick in die Methodik bietet die Bundesdruckerei in ihrem kostenlosen Online-Digital-Check.

Nach der Reifegradanalyse folgen eine konkrete Lösungsberatung und die Integration von Lösungen – inklusive notwendiger Mitarbeiterschulungen. „In der Vergangenheit wurde das Thema Digitalisierung oft einfach in der IT geparkt. Aber es ist schon länger kein IT-Thema mehr, sondern es geht darum, den Betrieb des Unternehmens aufrechtzuerhalten", betont Neumann. „Dabei sind vor allem menschliche Themen wie Kulturwandel und agiles Ideenmanagement wichtig“.

Beratung zum Compliance Management

Die Digitalisierung mit allen ihren Sicherheitsanforderungen trägt übrigens dazu bei, dass der Beratungsbedarf für Unternehmen auch an ganz anderer Stelle zunimmt. In einer repräsentativen Studie der Bundesdruckerei und des Bitkom unter IT-Sicherheitsverantwortlichen deutscher Unternehmen gaben 2016 zwei von drei Befragten an, sich von den gesetzlichen Regelungen in Sachen Cybersicherheit und Datenschutz überfordert zu fühlen. Dabei machen diese nur einen Teil in einer ganzen Reihe von Vorschriften aus, die je nach Branche, Größe und Strategie variieren. Mündet die Überforderung im Verstoß gegen Gesetze, kann eine über Jahre aufgebaute Reputation binnen Stunden ins Wanken geraten. Ein Compliance Management System (CMS) ist eine Lösung.

Die Bundesdruckerei berät auch hier: „Unser CMS-Ansatz ist aus der Praxis für die Praxis entwickelt worden. Unsere Fachleute kennen mögliche Risiken in allen Facetten und wissen, welche Maßnahmen einzuleiten sind“, erklärt  Timo Neumann. „Wir unterbreiten konkrete Vorschläge für Maßnahmen und der Anwender benennt die Prioritäten.“ Entscheidend ist allerdings, dass alle in der Firma mitziehen – von der Führungsetage durch sämtliche Abteilungen. Nur so bleiben die Türen für Risiken dauerhaft geschlossen.

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