Digital Arbeiten: flexibel, online und erreichbar

Digital Arbeiten

Smartphones sind die Treiber der Digitalisierung. Das mobile Internet ist die Basis der modernen Arbeitswelt. Unternehmen müssen ihre IT-Sicherheit daran anpassen.

Um E-Mails abzurufen, zu recherchieren, Inhalte in sozialen Netzwerken zu teilen und Dokumente zu bearbeiten, bedarf es heute keines stationären Computers mehr. Online zu sein, ist fast jederzeit und überall möglich. Dank Smartphones, Notebooks, Tablets und einer wachsenden IT-Infrastruktur ist die Online-Kommunikation – ob beruflich oder privat – nicht an einen Ort gebunden. Das Internet für Hosen-, Hand- und Aktentasche ermöglicht es, von überall auf die eigenen sowie die geschäftlichen Daten zuzugreifen – und erlaubt dadurch auch eine größere physische Mobilität. Junge Menschen wachsen heute selbstverständlich als „Digital Natives“ auf, die sich vorrangig online informieren und auch bevorzugt digital agieren.  Die digitale Mobilität durchzieht Privat- und Berufsleben gleichermaßen.

Moderne Arbeitswelt – das Büro ist überall

Mehr als jeder zweite Deutsche besaß im Juni 2014 ein Smartphone, drei Viertel einen Laptop und jeder Fünfte ein Tablet. Damit nutzte die Mehrheit mobile internetfähige Geräte, durchschnittlich mehr als zwei pro Person. Computer, Smartphone und das Internet gelten als unverzichtbar. Fast 80 Prozent der Erwachsenen waren 2014 online. Dadurch, dass der digitale Zugriff nahezu flächendeckend möglich ist, sind Arbeitsplätze nicht mehr zwingend lokal gebunden. Das nutzen Berufstätige: Fast die Hälfte arbeitet zumindest manchmal von zu Hause aus, jeder Dritte regelmäßig. Vorteile des virtuellen Büros liegen vor allem darin, dass Mitarbeiter Privat- und Berufsleben besser vereinbaren können und zeitlich flexibler sind. Insgesamt nutzen gut drei Viertel derer, die beruflich mobile Endgeräte einsetzen, diese auch außerhalb des Arbeitskontexts.

Außer dem eigenen Zuhause werden vor allem Verkehrsmittel wie Auto oder Bahn zu digitalen Büros. Was die einzelnen Anwendungen betrifft, greifen die meisten Nutzer unterwegs auf Telefon, E-Mails und Kalenderfunktionen zu. Einhergehend mit der örtlichen Flexibilität verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit: Jeder Dritte ist außerhalb der Arbeitszeit erreichbar, jeder Vierte hat nach Feierabend die E-Mails im Blick. Teilweise freiwillig, denn die Mehrheit der Unternehmen hat keine offiziellen Vereinbarungen hierzu: Etwa ein Drittel wünscht sich explizit keine geregelte Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit, genauso viele wünschen sich nur für Ausnahmefälle, dass Mitarbeiter verfügbar sind.

Infrastruktur für die digitale Mobilität

Die Rahmenbedingungen für die digitale Beweglichkeit werden zunehmend als Grundvoraussetzung für modernes Leben empfunden. Sowohl für Unternehmen als auch für private Anwender hätte ein Ausfall des Kommunikationsnetzes häufig vergleichbare Konsequenzen wie ein Blackout für die Stromversorgung. Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT vom Fraunhofer FOKUS nennt als Bedingungen für digitale Mobilität einen zuverlässigen Netzzugang sowie vernetzte mobile Endgeräte, entsprechende Anwendungen sowie Datenschutz und -sicherheit. Konkret erfordert das Konzept beispielsweise eine effiziente Speichertechnik sowie ein flächendeckendes Mobilfunknetz. Diese Anforderungen sind die Basis, um mobile Dienste für Carsharing, Navigationsanwendungen und Kommunikationssysteme nutzen zu können.

Um eine chancengleiche Teilhabe an der digitalen Lebenswelt zu schaffen, strebt die Bundesregierung in ihrer digitalen Agenda ein flächendeckendes Breitbandnetz an. Dafür arbeiten mehrere Ministerien zusammen: das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Innenministerium und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Bis 2018 will Deutschland eine Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s sichern. Speziell in ländlichen Regionen soll der lückenlose Zugang die Wirtschaft vor Ort wettbewerbsfähig halten.

IT-Sicherheit für Unternehmen

Die digitale Mobilität birgt große Herausforderungen für die Sicherheit der übertragenen und gespeicherten Daten. Denn abgesehen von den virtuellen Gefahren stellt der physische Verlust von Geräten ein Problem für sensible Inhalte dar. Für Unternehmen kommt der sicheren Übermittlung von Daten und Nachrichten ein besonders hoher Stellenwert zu. Wenn immer mehr Menschen von unterschiedlichen Orten und privaten Geräten auf das Netzwerk zugreifen, sind ihre eindeutige Authentifizierung sowie sichere Kommunikationskanäle notwendig. Beispielsweise müssen die Unternehmensidentität und sensible Inhalte vor unsicheren oder schädlichen Komponenten auf privaten Geräten geschützt werden. Die Kommunikation per E-Mail innerhalb eines Unternehmens lässt sich sowohl durch Verschlüsselungsverfahren als auch durch fortgeschrittene elektronische Signaturen gegen Angriffe und Spähversuche absichern.

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