5. Potsdamer Konferenz für Nationale Cybersicherheit

Schützen Sie sich vor Cyberkriminalität

„Jedes zweite mittelständische Unternehmen in Deutschland ist nicht ausreichend vor Cyberattacken geschützt.“

„Wie schützen sich Bürger und Unternehmen effektiv vor Cyberverbrechen?“

Jedes zweite mittelständische Unternehmen in Deutschland ist nicht ausreichend vor Cyberattacken geschützt. Aktuell ist lediglich der Basisschutz – verschlüsselte Netzwerke, Firewalls und Backups – flächendeckend umgesetzt. Umfassende Maßnahmen sind nicht vorhanden.

Die neuste IT-Sicherheitsstudie 2017 der Bundesdruckerei GmbH ergab, dass drei Viertel der befragten Unternehmen IT-Sicherheit als Basis für eine erfolgreiche Digitalisierung betrachten. Dennoch empfindet die große Mehrheit IT-Sicherheit eher als Kostenfaktor denn als Wettbewerbsfaktor. Erste Ergebnisse daraus stellte Patrick von Braunmühl, Leiter Public Affairs der Bundesdruckerei, anlässlich der heute beginnenden HPI-Cybersicherheitskonferenz in Potsdam vor.
 

Digitalisierung bleibt auf der Strecke

Von Braunmühl diskutierte auf der Konferenz mit Vertretern von nationalen und internationalen Organisationen und Unternehmen über die Frage, wie sich Bürger und Unternehmen effektiv vor Cyberverbrechen schützen können. Seine Hauptthese: IT-Sicherheit werde laut Bundesdruckerei-Studie nicht als Chance, sondern als Belastung wahrgenommen. Die Folge: Durch fehlende Maßnahmen zur IT-Sicherheit bleibe die Digitalisierung auf der Strecke. „Langfristig ist das im internationalen Wettbewerb nicht die richtige Lösung“, so von Braunmühl. Daher müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die das Thema IT-Sicherheit für Unternehmen attraktiv machen.

IT-Sicherheit attraktiver machen

Dazu gehöre, Mindeststandards und IT-Gütesiegel – freiwillig auf nationaler, verpflichtend auf europäischer Ebene – einzuführen. Dies sorge dafür, dass IT-Sicherheit als Qualitäts-Feature bei Herstellern und Verbrauchern mitgedacht werde. Forschung und Investitionen sollten gefördert und Unternehmen bei ihrer sicheren digitalen Transformation unterstützt werden.

Weiterhin sei wichtig, kleinen und mittleren Unternehmen keine Angst zu machen, die Digitalisierung zu verschlafen und damit ihre Zukunftsfähigkeit in Frage zu stellen, sondern stattdessen die Chancen der Digitalisierung aufzuzeigen.

 

Potsdamer Konferenz

v.l. Dr. Michael Littger, Dr. Rolf Alter, Patrick von Braunmühl, Ernst Esslinger, Dr. Tim Stuchtey

Patrick von Braunmühl ist seit 1. Oktober 2016 Leiter Public Affairs bei der Bundesdruckerei GmbH in Berlin. Zuvor war er seit 2012 Geschäftsführer des Verbandes Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW).

Patrick von Braunmühl

Patrick von Braunmühl, Leiter Public Affairs bei der Bundesdruckerei GmbH

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