cybersec.lunch#6 von Tagesspiegel und Bundesdruckerei

Am 13. November lud die Bundesdruckerei gemeinsam mit dem Tagesspiegel zum sechsten cybersec.lunch ein.

E-Government – Wie kann der öffentliche Service für Bürger und Unternehmen verbessert werden?​

Rund 80 Teilnehmer diskutierten gemeinsam mit Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, und Manuel Höferlin, IT-Unternehmer und Mitglied des Deutschen Bundestages (FDP), das Thema E-Government und die Herausforderungen auf dem Weg zu einer digitalen Verwaltung.

cybersec.lunch#6

Volles Haus beim Tagesspiegel: Beim sechsten cybersec.lunch wurde das Thema E-Government diskutiert.

In einem Eingangsstatement stellte Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer der D-Trust GmbH, eine Studie der Bundesdruckerei zum Regelungsbedarf bei E-Government und digitaler Signatur vor. Die Studie zeigt rechtliche Hürden auf, die derzeit bei der Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland bestehen.  
 
Anschließend gab Höferlin interessante Einblicke in die derzeitigen Sondierungsgespräche. So seien sich die Parteien bei den wesentlichen Zielen der Digitalpolitik einig, der Weg dorthin sei aber noch nicht abschließend geklärt. Vor diesem Hintergrund forderte Höferlin ein Digitalministerium, um digitalpolitische Themen wie E-Government besser bündeln und koordinieren zu können. Staatssekretär Vitt plädierte für Verwaltungsportale, in denen Verwaltungsdienstleistungen gebündelt und online genutzt werden sollen. Dafür gelte es nun, die wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltungen zu identifizieren und nach und nach zu digitalisieren. Zudem sei eine digitale Registerlandschaft eine notwendige Voraussetzung für E-Government. Sowohl Höferlin als auch Staatsekretär Vitt schlossen gesetzliche Änderungen auf dem Weg in eine digitale Verwaltung nicht aus. Wichtig sei es, die Kommunen und Länder mit ins Boot zu holen und an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten, die für den Bürger einfach und praktikabel sind. 

Der cybersec.lunch ist ein neues regelmäßiges Format des Tagesspiegels. Das Konzept: Zwei Gastredner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stellen ihre Sicht zum jeweiligen Thema der Veranstaltung vor. Anschließend diskutieren sie mit den Teilnehmern – alles in nur einer Mittagspause. Moderiert wird die Veranstaltung von Sascha Klettke, Chef vom Dienst des Tagesspiegel Politikmonitorings und Analyst für Netzpolitik.