cybersec.lunch#13 von Tagesspiegel und Bundesdruckerei

Headergrafik Cybersec.lunch

In der digitalen Transformation halten Big Data, Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend Einzug in den menschlichen Alltag. Mensch und Maschine kommen sich näher. Damit dieses Miteinander gelingt, werden Forderungen nach einem Ordnungsrahmen laut. Doch wer diesen Rahmen setzt und ausgestaltet, ist unklar. Die Corporate Digital Responsibility (CDR) könnte ein Lösungsansatz sein.

Am 24. Juni 2019 fand der 13. cybersec.lunch von der Bundesdruckerei und dem Berliner Tagesspiegel statt. „Corporate Digital Responsibility: eine neue menschen- und werteorientierte Digitalisierung?“ unter dieser Überschrift diskutierten etwa 90 Teilnehmer gemeinsam mit Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, und Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie, über Verantwortung und Ethik im digitalen Zeitalter. Moderiert wurde die Veranstaltung von  Stephan-Andreas Casdorff, dem Herausgeber des Tagesspiegels.

In seinem Eröffnungsstatement betonte Gerd Billen die Wichtigkeit eines selbstbestimmten Umgangs mit Daten. Um die Sicherheit  dieser Daten sicherzustellen und das Recht auf Privatsphäre zu schützen, plädierte er für mehr staatliche Regulierung. In diesem Zusammenhang forderte er einen „fairen Deal“ zwischen den Interessen der Unternehmen und der Gesellschaft. In der Vergangenheit hätten einige Unternehmen im Bereich der Datenethik viel versprochen, aber nur wenig umgesetzt. Daher sollten nur DSGVO-konforme Unternehmen einen Zugang zum Markt haben.

Iris Plöger sprach sich in ihrem Statement gegen ein Übermaß staatlicher Regulierung und für Selbstverpflichtungen der Unternehmen aus. Sie betonte, dass sich die Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst sind und selbst an Lösungen arbeiten, um die Sicherheit von Daten sowie den Schutz der Privatsphäre sicher zu stellen. Auch der Datenaustausch zwischen Unternehmen oder mit dem Staat soll gefördert werden, wenn dies im  öffentlichen Interesse sei. Vertrauen sei sehr wichtig für einen nachhaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Zu viel Regulierung könne allerdings die Innovationsfähigkeit der deutschen Industrie gefährden.

Nach einer kontroversen Debatte herrschte Einigkeit in dem Punkt, dass Unternehmen eine ethische Verantwortung haben die Daten ihrer Kunden zu schützen. Der Austausch von Daten könne zudem Forschung und Innovation erleichtern und sei insbesondere dann gerechtfertigt, wenn er einem gesellschaftlichen Zweck diene, ganz im Sinne einer digitalen Verantwortlichkeit von Unternehmen.

Der cybersec.lunch ist ein regelmäßiges Format des Tagesspiegels, unterstützt von der Bundesdruckerei. In nur einer Mittagspause kommen zahlreiche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und besprechen drängende Fragen der Digitalisierung. Das Konzept: Zwei bis drei Gastredner stellen zunächst kurz ihre Sicht zum jeweiligen Thema des cybersec.lunch vor und diskutieren dann gemeinsam mit den Teilnehmern.

„Corporate Digital Responsibility: eine neue menschen- und werteorientierte Digitalisierung?“ unter dieser Überschrift diskutierten etwa 90 Teilnehmer gemeinsam mit Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, und Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie, über Verantwortung und Ethik im digitalen Zeitalter.

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