Stiftungsprofessur der Bundesdruckerei mit Gastprofessor Dr. Marian Margraf endet planmäßig

Ein lebendiger Austausch mit der Wissenschaft und die Förderung des akademischen Nachwuchses – das sind die Kernmotive für die Bundesdruckerei GmbH, Professuren an Universitäten zu stiften. Nun endet eine der Stiftungsprofessuren plangemäß. „Das war eine absolute Erfolgsstory“, bringt Dr. Manfred Paeschke, Chief Visionary Officer der Bundesdruckerei, die Professur auf den Punkt.

Win-win-Situation geschaffen

Mit Beginn des Wintersemesters 2014/2015 hat die Bundesdruckerei an der Freien Universität Berlin eine Stiftungsprofessur eingerichtet. Sie wurde zum Thema „Sec“ aufgesetzt und mit Gastprofessor Dr. Marian Margraf besetzt. Die Professur wurde zwischenzeitlich zweimal verlängert und endet nun nach sechseinhalb Jahren planmäßig Ende März 2021.

Die Bundesdruckerei ist mit den Ergebnissen der Arbeit voll und ganz zufrieden. „Prof. Dr. Margraf hat mehrere Projekte initiiert, von denen die Bundesdruckerei profitieren konnte und die er auch zum Ausbau seiner eigenen Forschung genutzt hat. Das war eine Win-win-Situation“, so Paeschke. Margraf treibe moderne Themen und Technologien voran und setze damit auch die Bundesdruckerei unter einen gewissen Druck, sich mit Neuland beschäftigen zu müssen.

Das war eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei.
Prof. Dr. Marian Margraf, FU Berlin

Auch Margrafs Fazit fällt positiv aus: Er habe mit seinem Team ein breites Forschungsspektrum aufbauen können. Drei Schwerpunktthemen hätten sich dabei ergeben: benutzbare Sicherheit und Datenschutz, die Postquantenkryptografie sowie als recht neues Thema die Kryptoanalyse mittels Quantencomputern. „Durch die Stiftungsprofessur hatten wir die Möglichkeit, an Themen zu arbeiten und vieles auszuprobieren, ohne uns gleich auf Projekte bewerben zu müssen. Das war eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei“, schaut Margraf zurück.

Zudem sei es gelungen, einige öffentliche Projekte gemeinsam mit der Bundesdruckerei einzuwerben. Dazu zählen Projekte rund um die Angriffserkennung mittels künstlicher Intelligenz, die Projekte OPTIMOS 2.0 und ONCE sowie weitere zur Postquantenkryptografie bei hoheitlichen Dokumenten. Auch Industrieprojekte hat Margraf maßgeblich unterstützt, etwa das Sicherheitskonzept der Verimi-Plattform oder das Bundesdruckerei-Produkt Bdrive.

Ab April 2021 wird das Fraunhofer AISEC diese Stiftungsprofessur als Vollprofessur verstetigen. „Auch das zeigt, wie erfolgreich Margraf mit seiner Arbeit war“, so Paeschke.

In Zukunft will die Bundesdruckerei in der Wissenschaft weiterhin engagiert bleiben. Neben der laufenden Stiftungsprofessur an der TU Berlin im Rahmen des Einstein Center Digital Future (ECDF), die mit Juniorprofessor Dr. Florian Tschorsch besetzt ist, stiftet das Unternehmen ab April 2021 die nächste Professur. Sie wird erneut an der FU Berlin eingerichtet und soll Künstliche-Intelligenz(KI)-Technologien für die Cyber-Sicherheit erforschen.