DNK-Erklärung 2019 veröffentlicht

Seit 2012 bekennt sich die Bundesdruckerei zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Er macht die Unternehmensbeiträge zu Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft transparent und vergleichbar. Jetzt wurde die DNK-Erklärung 2019 veröffentlicht.

Querschnittsthema in allen relevanten Bereichen

Nachhaltigkeit versteht die Bundesdruckerei als ganzheitliches Thema. Deshalb hat sie sich nicht nur konkrete Ziele gesetzt, um Ressourcen zu sparen und das Klima zu schützen. Nachhaltig zu sein, bedeutet für die Bundesdruckerei ebenso, wirtschaftlich zu agieren, sichere Produkte anzubieten, ein zukunftsfähiger Arbeitgeber zu sein und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. 

Das Nachhaltigkeitsmanagement der Bundesdruckerei stützt sich auf diverse nationale und internationale Nachhaltigkeitsstandards, wie die Global Reporting Initiative und den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Mit einer Vielzahl von Managementsystemen werden Prozesse systematisch im Betrieb umgesetzt. Dazu zählen etwa ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001, ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach ISO 45001 und ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001.

Als Querschnittsthema ist Nachhaltigkeit in allen relevanten Bereichen des Unternehmens vertreten. Ein wichtiges Anliegen etwa ist es, sparsam mit Ressourcen wie Energie, Wasser, Kraftstoffen, Papier, Farben und sonstigen Rohstoffen umzugehen. Dadurch will das Unternehmen zum einen seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und zum anderen auch die eigenen Kosten senken.

Konkrete Beispiele für mehr Nachhaltigkeit

Energie

Das Unternehmen nutzt zu 100 Prozent Ökostrom. Ziel ist es, den Stromverbrauch auch bei steigendem Umsatz stabil zu halten und langfristig klimaneutral zu werden. „Durch unsere Anforderung ‚100 Prozent Ökostrom‘ tragen wir zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland bei und unterstützen die Energiewende“, betont Gunda Müffelmann, Bereichsleiterin Infrastructure Management bei der Bundesdruckerei. Hauptziel des Energiemanagements ist es, den Energieverbrauch zu minimieren bzw. die Energieeffizienz zu steigern. Die größten Einsparpotenziale ergeben sich aus dem Gebäude- und Produktionsbetrieb, insbesondere bei den Belüftungs- und Klimaanlagen sowie dem Betrieb von Maschinen.

Emissionen

Auf die Bundesdruckerei entfielen im Jahr 2019 insgesamt 3.947 Tonnen CO2. Damit unterschritt das Unternehmen seinen Zielwert von rund 6.000 Tonnen CO2 das vierte Jahr in Folge deutlich. Bis 2023 soll die Treibhausgasintensität um fünf Prozent verringert und die restlichen Emissionen durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Entsprechend den größten Emissionsquellen sollen in den kommenden Jahren insbesondere die Emissionen aus dem Wärmebezug verringert werden.

Abfall

Besonderes Augenmerk legte das Unternehmen 2019 darauf, Abfallvermeidung und -trennung zu verbessern und die Mitarbeiter entsprechend zu sensibilisieren. Das Unternehmen rechnet damit, dass im Jahr 2020 der gemischte Siedlungsabfall weiter reduziert werden kann.

Gefahrstoffe

Zudem sollen möglichst viele der Gefahrstoffe, die in der Produktion eingesetzt werden, durch weniger gesundheits- und umweltschädliche Alternativen ersetzt werden. Derzeit ist es noch unvermeidbar, in Teilen der Produktion gefährliche Chemikalien einzusetzen. Das Unternehmen prüft dennoch laufend, ob weniger gefährliche Ersatzstoffe eingesetzt und die Gefahrstoffe reduziert werden können. 2019 hat die Bundesdruckerei ihren Zielwert erneut unterschritten. 

Gesellschaft

Zu Nachhaltigkeit gehört für das Unternehmen auch eine kontinuierliche Verbesserung bei gesellschaftlichen Themen, etwa den Arbeitnehmerrechten. Wenngleich das Unternehmen nur Standorte in Europa betreibt, hat es sich verpflichtet, die von den Vereinten Nationen (UN), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und vom UN Global Compact definierten Arbeitnehmerrechte einzuhalten. Großen Raum erhält die Beteiligung von Mitarbeitern. Der Anteil der weiblichen Führungskräfte in den Führungsebenen und im Aufsichtsrat wurde eingehalten bzw. übertroffen: In der ersten Führungsebene waren 42 Prozent Frauen und in der zweiten Führungsebene 58 Prozent vertreten. 2019 durchlief die Bundesdruckerei abermals erfolgreich das Audit „berufundfamilie“ – ein Nachweis für familienbewusste Personalpolitik. Die Anzahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle konnte 2019 deutlich verringert werden. Durch Bildungsprojekte hilft die Bundesdruckerei Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen, ihre Talente zu entfalten und ihre eigene Identität zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf Projekten im Kiez der Bundesdruckerei am Standort Berlin, etwa mit der StreetUniverCity Berlin (SUB) in Kreuzberg. In einem konzernübergreifenden Compliance-Management-System stellt die Bundesdruckerei klare Regeln für die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern auf. Prozesse werden transparent gestaltet, dokumentiert, regelmäßig kontrolliert und verbessert.

Lesen Sie mehr über das ganzheitliche Umweltmanagementsystem der Bundesdruckerei.