Bundesdruckerei als Vertrauensstelle für „Digitales Impfquoten-Monitoring“

Die Bundesdruckerei GmbH stellt im Auftrag des Robert Koch-Instituts das Meldesystem zum sogenannten „Digitalen Impfquoten-Monitoring" bereit und agiert als Vertrauensstelle. Rund 3.000 Impfzentren und mobile Impfteams sind derzeit angeschlossen.

Seit Mitte Dezember 2020 stellt die Bundesdruckerei im Auftrag des Robert Koch-Instituts (RKI) das Meldesystem zum sogenannten „Digitalen Impfquoten-Monitoring" bereit. Das System erlaubt dem RKI, das Impfgeschehen aus Impfzentren, mobilen Teams und Krankenhäusern tagesaktuell zu verfolgen. Zusammen mit den Impfdaten der niedergelassenen Ärzte, die von der Kassenärztliche Bundesvereinigung erhoben werden, kann das RKI so den Stand der Immunisierung in Deutschland stets aktuell bewerten.

Die Bundesdruckerei agiert im Projekt als Vertrauensstelle – also als neutrale und unabhängige Instanz, welche die Daten pseudonymisiert und dem RKI zur Verfügung stellt, jedoch selbst keinerlei wirtschaftliches oder anderes Interesse an den erhobenen Daten hat. 

Alle personenbezogenen Informationen werden bereits in pseudonymisierter Form erfasst. Die Pseudonymisierung erfolgt zweistufig, so dass unterschiedliche Pseudonyme in den Impfstellen und beim RKI vorliegen. Somit können weder RKI noch Bundesdruckerei den individuellen Impfstatus einer Person nachvollziehen. Nach zwei Wochen werden die pseudonymisierten Daten bei der Bundesdruckerei gelöscht.

Meldesystem für alle Bundesländer

Bundesweit sollten ursprünglich insgesamt 500 Einheiten technisch an das Meldesystem angebunden werden: Impfzentren, mobile Impfteams sowie Krankenhäuser. Die Zahl der angebundenen Stellen liegt mittlerweile deutlich höher. Seit Mitte April 2021 sind insgesamt rund 3.000 mobile Teams und Impfzentren erfolgreich an die Plattform angebunden.

Autorisiertes Personal vor Ort kann die Daten über die von der Bundesdruckerei entwickelte Anwendung „Digitales Impfquoten-Monitoring“ eingeben. Die Länder können zwischen drei Wegen wählen, mit denen Impfteams die Daten ins System eingeben: manuelle Eingabe über eine Webanwendung, CSV-Datei-Upload über eine Webanwendung oder Anbindung an eine Programmierschnittstelle (REST-API) – letztere erlaubt den automatischen Datentransfer beispielsweise aus dem Terminmanagement-System eines Impfzentrums. Egal, welcher Weg gewählt wurde: Über eine gesicherte Internetverbindung werden die Impfdaten nun an die Bundesdruckerei übermittelt, wo im Auftrag des RKI die Daten zwischengespeichert und vom RKI alle drei Stunden abgerufen werden.

Weitere Informationen zum „Digitalen Impfquoten-Monitoring“ sowie die tagesaktuellen Impfzahlen finden Sie auf der Website des RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html