Der Traum von der digitalen Verwaltung

Magazinartikel Traum digitale Verwaltung

Die Bundesregierung fördert den Ausbau von E-Government in den Regionen. Wie steht es aktuell um die Digitalisierung von Verwaltungsangeboten in den einzelnen Ländern?

Stadtstaaten haben die Nase vorn

Berlin ist führend. Zumindest, was den Fortschritt bei der Verwaltungsdigitalisierung angeht. 68 Prozent der Angebote sind bereits digitalisiert. Auf den Plätzen dahinter folgen zwei weitere Stadtstaaten:

Hamburg hat bereits 65 Prozent seiner Leistungen digitalisiert, Bremen liegt mit 46 Prozent auf dem dritten Rang. Schlusslicht in dieser Statistik ist Rheinland-Pfalz mit 22 Prozent. Direkt davor rangieren Sachsen-Anhalt mit 26 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 27 Prozent.

85 Prozent der deutschen Bürger möchten Umfragen zufolge1 behördliche Leistungen online nutzen. Aber die bereits existierenden Online-Verfahren in den öffentlichen Verwaltungen sind vielen Bürgern zu kompliziert, sie wünschen sich Vereinfachungen. Ganz oben auf der digitalen Wunschliste der Bundesbürger steht ein verbesserter Online-Prozess zur Beantragung von Ausweispapieren. Der aktuelle Prozess ist der Mehrheit der Bevölkerung zu aufwendig. 37 Prozent der Bürger sind daran interessiert, dass die Einkommenssteuererklärung mit Priorität vereinfacht wird. 32 Prozent wünschen sich bessere Lösungen bei der Arbeitssuche.

Manche Bundesländer haben eigene Programme in Sachen Digitalisierung initiiert. Zwei Beispiele:

Hamburg

„Digital First“ – mit diesem Programm will die Hansestadt noch in diesem Jahr ermöglichen, dass die wichtigsten Behördengänge online erledigt werden können. Der Senat beabsichtigt, mit dem Programm „Digital First“ die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um mehr nutzerorientierte, digitale Verwaltungsservices anzubieten.

Saarland

Im Zukunftsnetzwerk Saar sichert seit 2016 fast die Hälfte der 52 Gemeinden ihr Online-Netzwerk. Damit bündeln sie ihre Aktivitäten beim Datenschutz, bei der IT-Sicherheit und beim Outsourcing ihrer bisher lokalen Server in Hochsicherheitsrechenzentren. Alle teilnehmenden Kommunen verfügen inzwischen über ein vollständiges, aktuelles Verfahrensverzeichnis.

 

1Sopra Steria, 2018.

 

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Das ist nicht etwa der Beginn eines Märchens, sondern die digitale Zukunft in Behörden. Und die ist – aller Skepsis zum Trotz – schon weit vorangeschritten, behauptet Jörn von Lucke, Professor für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik in Friedrichshafen.