CeBIT: Bundesdruckerei zeigt Mitarbeiterausweis der Zukunft

Intelligentes Ausweisdokument mit Fingerabdrucksensor und Display
Biometrische Daten bleiben ausschließlich auf dem Dokument – keine Speicherung im Hintergrundsystem
Hamann: „Informationelle Selbstbestimmung mit neuem Dokument jederzeit sichergestellt“

Berlin / Hannover – Die Bundesdruckerei präsentiert mit Go ID! auf der CeBIT den Mitarbeiterausweis der Zukunft. „Wir stellen ein intelligentes Ausweisdokument vor, das mit Fingerabdrucksensor und Display ausgestattet ist“, sagt Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei GmbH. Die sensiblen biometrischen Daten verlassen das Dokument nicht. Sie werden ausschließlich dort erfasst und auf einem Chip sicher hinterlegt sowie verifiziert. Der Inhaber des Ausweises legt zur eindeutigen Verifizierung nur seinen Finger auf den integrierten Sensor. „Die Prüfung des Fingerabdrucks erfolgt im Dokument selbst – diese sogenannte Verification on Document bietet einen hohen Datenschutz und stellt die informationelle Selbstbestimmung des Nutzers jederzeit sicher“, sagt Hamann. Es werden keine personenbezogenen biometrischen Daten an ein Hintergrundsystem übermittelt, diese werden ausschließlich auf dem Dokument gespeichert. Die Technologie bietet durch die Kombination aus Besitz des Ausweises und der zusätzlichen biometrischen Erkennung des Fingerabdrucks ein hohes Sicherheitsniveau und erhöhten Benutzerkomfort. „Go ID! ist sehr einfach in der Bedienung, schnell und bietet eine hohe Sicherheit“, so Hamann.

Ein integriertes Display erleichtert die Nutzung. Dort werden Statusmeldungen und Hinweise angezeigt. So weiß der Inhaber immer, welcher Prozessschritt gerade erfolgt und was er als nächstes tun muss. Go ID! funktioniert zudem batterielos: Die zum Betrieb erforderliche Energie wird aus dem elektromagnetischen Feld bezogen, das von der Antenne des Lesegeräts abstrahlt.

Die Entwickler der Bundesdruckerei haben mehrere Jahre intensiv an dem Ausweisdokument geforscht. Die größte Herausforderung bestand darin, die komplexe Technologie auf engstem Raum zu integrieren: Der biometrische Sensor liefert Fingerabdruckdaten; der integrierte Hochleistungsprozessor muss die Informationen sicher speichern, die Bilder verarbeiten und die Daten der sogenannten Minutien des Fingerabdrucks extrahieren und vergleichen. Zudem muss das Dokument für einen täglichen Einsatz sehr robust sein. Go ID! hat die Form einer klassischen Scheckkarte, ist mit 2,5 Millimeter nur etwas dicker. Sie entspricht dem neuen ISO-Standard ISO/IEC 18328 ICC-Managed Devices für einen Kartentyp mit umfangreichem Chipsatz. Der Standard ist ausgearbeitet und wird in Kürze erteilt. Die Bundesdruckerei hat an seiner Spezifikation mitgearbeitet.

Go ID! lässt sich einfach in bestehenden Sicherheitssystemen von Unternehmen nutzen und wertet diese auf. Installierte Kontaktloslesegeräte können weiterverwendet werden. Dabei kann das Sicherheitsniveau schnell und bedarfsgerecht angepasst werden, indem das Ausweisdokument mit oder ohne biometrische Komponente genutzt wird. Für die Zufahrt zum Mitarbeiterparkplatz kann es ausreichen, den Ausweis vor das Lesegerät zu halten; für den Zutritt zum Serverraum muss sich der Mitarbeiter jedoch zusätzlich mit seinem Fingerabdruck authentifizieren. Go ID! beinhaltet weitere elektronische Funktionen, wie sichere Login-Prozesse, Daten- oder E-Mail-Verschlüsselung, elektronische Signatur sowie Freigabe- und Bezahlprozesse.

Go ID! wird Teil des neuen Full ID | Governance-Portfolios der Bundesdruckerei. Hamann: „Als Unternehmen, das seit vielen Jahren selbst höchste Sicherheitsstandards einhält, bietet die Bundesdruckerei nun auch mittelständischen Unternehmen ganzheitliche Sicherheitslösungen an, um Geschäftsprozesse sicher zu gestalten – das stärkt den Standort Deutschland“.

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