Gut für Umwelt und Unternehmen

Headegrafik Nachhaltigkeit

Die Bundesdruckerei schont die Umwelt und schafft für ihre Mitarbeiter eine gesundheitlich unbedenkliche Arbeitsumgebung. Lesen Sie mehr über das ganzheitliche Umweltmanagementsystem der Bundesdruckerei.

Vier Zahlen – und was sie bedeuten

Ein besonderes Anliegen der Bundesdruckerei ist es, sparsam mit Ressourcen wie Energie, Wasser und Kraftstoffen, aber auch Papier, Farben und sonstigen Materialien umzugehen. Weil wir das Klima schützen wollen. Aber auch, weil wir Kosten senken und effizient wirtschaften müssen.

Wir haben uns anspruchsvolle Ziele gesetzt. Wir analysieren unsere Verbräuche, identifizieren Einsparpotenziale und definieren die richtigen Maßnahmen. Die dafür eingesetzten Managementsysteme kontrollieren jährlich die Vorgehensweise, zusätzlich werden diese jährlich extern auditiert. Im Folgenden stellen wir vier beispielhafte Meilensteine vor und beschreiben unseren Weg dahin.

100 Prozent Ökostrom

Für unsere Produktionsanlagen und Serverinfrastruktur benötigen wir viel Strom. 2018 waren es allein bei der Bundesdruckerei und D-TRUST rund 25,0 Gigawattstunden (GWh) – so viel, wie eine Kleinstadt mit weniger als 17.000 Einwohnern im Jahr verbraucht. Um Klima und Umwelt zu schonen, bemühen wir uns, zum einen den Stromverbrauch auch bei steigendem Umsatz stabil zu halten. Zum anderen gilt es, Strom aus regenerativen Quellen zu nutzen – das heißt vor allem aus Sonnen-, Wasser- und Windenergie.

Nachhaltigkeit Ökostrom

Auf Strom aus Atomkraftwerken und fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas verzichten wir.

Der niedrigste Strompreis ist für uns seit 2016 kein alleiniges Kriterium mehr. Durch unsere Anforderung 100 Prozent Ökostrom und klare Einkaufsrichtlinien tragen wir zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland bei und unterstützen die Energiewende.
Gunda Müffelmann; Bereichsleitung – Infrastructure Management

Wir schreiben unseren Strombedarf europaweit aus. 2016 wurden für die Gesellschaften Bundesdruckerei und D-TRUST sechs Kriterien definiert, die der Stromlieferant erfüllen sollte. Dabei war es besonders wichtig, mit den Anforderungen auch einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland zu leisten.

  1. Der Stromlieferant soll gewährleisten, dass er 100 Prozent Ökostrom zur Verfügung stellt.
  2. Mindestens 6 GWh unseres jährlichen Verbrauchs sollen aus Deutschland kommen, um auch nachhaltige Erzeuger hierzulande zu unterstützen.
  3. 30 Prozent der Strommenge sollen aus Anlagen stammen, die weniger als sechs Jahre alt sind.
  4. 50 Prozent der bezogenen Strommenge sollen aus Anlagen kommen, die weniger als zwölf Jahre alt sind.
  5. Unser Lieferant soll belegen, dass er den Bau neuer Anlagen fördert, denn nur so erhöht sich auch der Anteil an Ökostrom im deutschen Strommix.
  6. Der Stromlieferant soll mithilfe geeigneter Nachweise dokumentieren, dass er die genannten Kriterien erfüllt.

Natürlich möchte die Bundesdruckerei sich weiter verbessern. Dank eines leistungsfähigen Umwelt- und Energiemanagementsystems erkennen wir die Ursachen für steigenden Verbrauch und können gezielt gegensteuern.

In der Ausschreibung für die Jahre 2019 bis 2021 haben wir als zusätzliches Kriterium Herkunftsnachweise aufgenommen: Es dürfen keine Emissionen bei der Stromerzeugung entstehen. Außerdem ist es für uns wichtig, dass der Strom möglichst ortsnah erzeugt wird, um die Energiewende zu unterstützen.

Unser Ziel ist es, klimaneutral zu werden.

20 Prozent weniger Energieverbrauch

Um unseren Verbrauch bis 2020 im Vergleich zu 2014 um 20 Prozent zu senken, müssen wir genau wissen, wofür wir wie viel Energie einsetzen. Deswegen lassen wir seit 2014 unser Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 zertifizieren.

Unter anderem überwachen wir den Verbrauch mithilfe von Energiezählern und werten die Ergebnisse systematisch aus.

Nachhaltigkeit Energieverbrauch

Den größten Anteil an Strom und Wärme benötigen unsere Produktionsanlagen und die Gebäudetechnik: Sie stellt die richtigen Umgebungsbedingungen sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Maschinen her. Hier ergeben sich die meisten Einsparpotenziale.

Aktuell liegen wir noch etwas über dem angestrebten Zielwert, sind aber auf einem guten Weg.

An unserem Hauptsitz in der Kommandantenstraße in Berlin stehen insgesamt zwölf Gebäudekomplexe, wir bewirtschaften rund 120.000 Quadratmeter. Dabei nutzen wir die Flächen sehr unterschiedlich – für Produktion, Lagerung und Verwaltung. Es ist enorm aufwendig, den Verbrauch möglichst detailliert zu erfassen und zu analysieren.

  1. Insgesamt 300 neue Zähler haben wir installiert, um besser unterscheiden zu können, an welchen Stellen des Unternehmens wie viel Strom und Wärme verbraucht werden.
  2. Wir investieren in intelligente Anlagentechnik, mit der wir energiesparende Regeln aufstellen können – zum Beispiel für das automatische Abschalten von Maschinen und Klimaanlagen.
  3. Wenn wir neue Produktionstechnik anschaffen, prüfen wir nicht nur Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Wir achten darauf, dass die Maschinen energieeffizient arbeiten und die Umwelt entlasten.
  4. Wir haben Produktions- und Logistikprozesse analysiert und aufeinanderfolgende Schritte räumlich gebündelt, um Wege zu verkürzen und so auch Ressourcen und Energie zu sparen.
  5. Das 2013 in Betrieb genommene hochmoderne Rechenzentrum trägt ebenfalls dazu bei, den Energieverbrauch zu reduzieren.
  6. In allen neu errichteten oder sanierten Gebäuden kommen LED-Leuchtmittel zum Einsatz.

Unsere Mitarbeiter sensibilisieren wir dafür, Geräte und Licht abzuschalten, wenn sie sie nicht benötigen. 

Wir hatten uns vorgenommen, unseren Energieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 2014 zu senken. Unser Umsatz ist seither gestiegen, trotzdem konnten wir unseren Energieverbrauch immerhin um zehn Prozent reduzieren.

Unsere Umwelt- und Energiemanagementsysteme werden jährlich auditiert. Das heißt, wir verbessern uns kontinuierlich weiter und damit auch unsere Fähigkeit, geeignete Konzepte zu entwickeln, um die Leistung weiter zu optimieren. In den nächsten Jahren werden wir auch die Konzerntöchter, an denen wir mehrheitlich beteiligt sind, in die entsprechenden Managementsysteme aufnehmen.

6.000 Tonnen CO2

CO2-Emissionen sind die Hauptverursacher der Erderwärmung und des Klimawandels. Sie entstehen, wenn fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas oder eben auch Kohle verbrannt werden. Zum Beispiel, um Gebäude zu heizen oder Mobilität zu ermöglichen.

Tatsächlich sind auch bei der Bundesdruckerei das Heizen der Gebäude und die Geschäftsreisen der Mitarbeiter die Hauptverursacher von CO2-Emissionen.

Nachhaltigkeit CO2

Entsprechend bemühen wir uns, auf diesen Feldern besser zu werden. Schon 2015 haben die Bundesdruckerei, D-TRUST und BIS ihr CO2-Ziel erreicht. Unser Anspruch ist es deshalb, unsere Emissionen bis 2020 stabil bei 6.000 Tonnen CO2 zu halten – auch bei steigendem Umsatz.

Durch den Bezug von Ökostrom ist es uns bereits 2015 gelungen, im Vergleich zu 2011 insgesamt zwölf Prozent CO2-Emissionen einzusparen. Aber darauf können wir uns nicht ausruhen. Denn wenn die Bundesdruckerei-Gruppe wächst, weitere Unternehmen akquiriert, mehr produziert und mehr Mitarbeiter beschäftigt, entsteht ein Gegeneffekt. Wir müssen gezielt steuern.

  1. Die Bundesdruckerei, D-TRUST und BIS wollen insbesondere die Emissionen aus Wärmebezug verringern, die derzeit 55 Prozent des CO2-Ausstoßes ausmachen. Um den Fernwärme- und Gasverbrauch zu senken, werden wir den Betrieb von Heizungsanlagen weiter optimieren.
  2. Unsere Mitarbeiter ermutigen wir, mehr Videokonferenzen zwischen den Standorten zu schalten und das Flugzeug seltener zu nutzen. Geschäftsreisen haben derzeit einen Anteil von 23 Prozent an unseren Emissionen.
  3. Wir überarbeiten unsere Reiserichtlinie für alle Beschäftigten und bevorzugen beispielsweise Bahn- gegenüber Flugreisen. Wenn ein Flug nötig ist, sollte möglichst eine direkte Verbindung ohne Zwischenlandung gewählt werden.
  4. Wir bieten unseren Mitarbeitern einen Anreiz, besonders CO2-arme Dienstwagen zu wählen: Hybridfahrzeuge und Elektromobile sind ausdrücklich gewünscht. Unser Fuhrpark ist für fast zehn Prozent der Emissionen verantwortlich.
  5. Dort, wo Emissionen nicht vermeidbar sind, arbeiten wir mit der gemeinnützigen Organisation „Klima ohne Grenzen“, um sie zu kompensieren.

Wir bilanzieren unsere Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) jährlich nach den Grundsätzen des Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Dabei werden drei Emissionskategorien (Scopes) unterschieden. Scope 1 umfasst den Ausstoß mobiler und stationärer Anlagen sowie Gase. Unter Scope 2 werden Emissionen von eingekauftem Strom sowie aus Gas und Dampf zusammengefasst. Scope 3 schaut auf vor- und nachgelagerte Prozesse, wir haben speziell Geschäftsreisen mit dem Flugzeug betrachtet.

Um die Emissionen weiter stabil zu halten, können wir uns besonders beim Wärmebezug für die Bundesdruckerei-Gruppe verbessern. Außerdem erstellen wir ein Konzept für alternative Mobilitätsangebote für alle Beschäftigten, um die Scope-3-Emissionen weiter zu reduzieren, die derzeit 23 Prozent unserer gesamten CO2-Emissionen ausmachen. 

15 Prozent weniger Gefährdungen

Für die Herstellung unserer Produkte und die Wartung unserer Anlagen benötigen wir Chemikalien. Einige von ihnen gehören zu den Gefahrstoffen – das heißt, sie können Menschen und Umwelt schädigen. Es ist unsere Pflicht, die Gefährdung für unsere Mitarbeiter gering zu halten sowie ihre Gesundheit und auch unsere Umwelt zu schützen.

Deshalb prüfen wir die gefährlichen Eigenschaften der Stoffe oder Gemische bereits bevor sie eingesetzt werden, studieren die Hinweise der Hersteller und beobachten genau, wann, wo und in welchem Umfang unsere Mitarbeiter den Gefahrstoffen ausgesetzt sind.

Nachhaltigkeit Gefährdung

Unser Ziel ist es, möglichst viele der Gefahrstoffe durch weniger gesundheits- und umweltschädliche Alternativen zu ersetzen. Bis 2020 soll die Zahl der tatsächlich gemeldeten Gefährdungen durch besagte Chemikalien und Gemische um 15 Prozent sinken.

Es ist bisher nicht möglich, in der Produktion gänzlich ohne Gefahrstoffe auszukommen. Wir brauchen bestimmte Chemikalien, beispielsweise um die Farbe von den Walzen zu bekommen. Wichtig ist, dass wir im Dialog mit den Herstellern bleiben und kontinuierlich Ausschau nach geeigneten Alternativen halten.
Malgorzata Pustkowska; Health, Safety & Environmental Protection – Infrastructure Management

Gefahrstoffe unterliegen entsprechend den Arbeitsschutzbestimmungen der sogenannten Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Wir beurteilen die Gefährdung gemäß dem sogenannten Einfachen Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) und entwickeln geeignete Strategien, um sie zu reduzieren.

  1. Wie es die Gefahrstoffverordnung fordert, steht die Substitution für uns an erster Stelle. Wir prüfen laufend, inwieweit sich gesundheitsschädliche Chemikalien und Gemische durch weniger gefährliche Alternativen ersetzen lassen.
  2. Wir legen die Arbeitsschritte in der Produktion genau fest und ergreifen alle technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen. Beispielsweise stellen wir unseren Mitarbeitern geeignete Kleidung und Werkzeuge zur Verfügung.
  3. Unsere Mitarbeiter unterweisen und schulen wir umfassend dazu, wie sie Gefahrstoffe anwenden und entsorgen.
  4. Wir beauftragen renommierte Forschungsinstitute, die Arbeitsschutzgrenzwerte eines Gefahrstoffs und der passenden Alternativen zu prüfen.
  5. Wir testen die ausgewählten Alternativen im Produktionsprozess, nehmen wiederum Messungen vor und arbeiten mit den Herstellern an der Optimierung der alternativen Stoffe.

Wir prüfen laufend, welche Gefahrstoffe wir durch weniger gefährliche Alternativen ersetzen oder wie wir die eingesetzte Menge der Stoffe reduzieren können. Wir hatten uns das Ziel gesetzt, die Zahl der Gefährdungen 2018 im Vergleich zu 2017 deutlich zu reduzieren.

Die Anzahl der Einträge im Gefahrstoffverzeichnis sank 2018 von 141 auf 104, es waren also 37 Einträge weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 26 Prozent. Der Erfolg motiviert uns, weiter nach Alternativen für gesundheits- und umweltschädliche Substanzen zu suchen.

Das Umweltmanagement der Bundesdruckerei

Seit vielen Jahren erfüllt das Unternehmen die Forderungen der Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001. Eingebettet in ein integriertes System werden dabei auch Belange der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes, gemäß BS 18001 OHSAS (wird gerade durch ISO 45001 abgelöst) und des Energiemanagements gemäß DIN EN ISO 50001 erfolgreich bestätigt.

Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Seit 2012 bekennt sich die Bundesdruckerei zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Er macht die Unternehmensbeiträge für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft transparent und vergleichbar. Mit der Unterzeichnung der Entsprechenserklärung zeigt das Unternehmen jährlich, dass es sich aller Kriterien annimmt, die unternehmerische Nachhaltigkeit ausmachen – wie etwa der verstärkten Nutzung natürlicher Ressourcen.

In der DNK-Datenbank finden Sie alle bisher veröffentlichten Entsprechenserklärungen, so auch die aktuelle Erklärung der Bundesdruckerei zum Deutschen Nachhaltigkeitscodex aus dem Jahr 2018.

Das ist uns auch wichtig

Sicherheit & Qualität

Sicherheit und Qualität sind für die Bundesdruckerei von herausragender Bedeutung. Das ist schließlich ihr Kerngeschäft. Deshalb legt das Unternehmen Wert auf umfassendes Sicherheits- und Qualitätsmanagement.

Compliance

Das Compliance-Management-System der Bundesdruckerei sorgt dafür, dass Mitarbeiter im Unternehmen nicht nur regelkonform agieren, sondern auch den wachsenden ethischen Anforderungen gerecht werden. Es umfasst sowohl externe Vorgaben als auch interne Verhaltensregeln.

Gesellschaft

Traditionell engagiert sich die Bundesdruckerei für gesellschaftliche und bildungspolitische Projekte in ihrer Heimatregion Berlin-Brandenburg. Auch die Mitarbeiter setzen sich für soziale Belange ein.