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Active Authentication
Sie verwendet einen Challenge-Response-Mechanismus auf der Grundlage der Public-Key-Kryptographie und digitalen Signaturen. Dadurch wird nachgewiesen, dass der Chip nicht kopiert wurde.
Advanced Passenger Information System (APIS)
Bei dem APIS werden die Daten der Reisedokumente der Passagiere und der Crew von den Fluggesellschaften ausgelesen, vorübergehend gespeichert und dann innerhalb von 15 Minuten nach dem Start den Zoll- und Grenzbehörden des Bestimmungslandes übermittelt. Immer mehr Länder verlangen diese Daten.
Advanced Passenger Profiling (APP)
Vor dem Boarding sendet die Fluggesellschaft oder die Reederei die Daten aus den Reisedokumenten der Passagiere und der Crew an die Grenzkontrollbehörden. Passagiere ohne gültiges Visum oder die aus einem anderen Grund nicht in das Bestimmungsland einreisen dürfen, dürfen nicht an Board gehen.
AIFS - Automated Fingerprint Identification System - Automatisches Fingerabdruck-Identifikationssystem
Dieses System wird von Vollzugsorganen zum Abgleich von Fingerabdrücken verwendet. Anstatt eines 1:1-Abgleiches wird ein Fingerabdruck anhand einer Datenbank mit abgespeicherten Abdrücken überprüft und eine Liste mit den wahrscheinlichsten Eigentümern dieses Abdrucks erstellt.
APIS Quick Query (AQQ)
Beim Einchecken und bis zu 15 Minuten vor dem Boarding ermöglicht AQQ den Fluggesellschaften und Reedereien, die Daten aus den Reisedokumenten der Passagiere an den amerikanischen Zoll und Grenzschutz zu übermitteln, um so vor dem Abflug oder Auslaufen die Einreisegenehmigung zu bekommen.
Ausweisdokument
Ein Dokument, das von einer Behörde ausgestellt wird und Informationen enthält, wodurch eine Echtheitsprüfung möglich wird. Es weist die Identität des Dokumenteninhabers nach.
Authentifizierung
Bei diesem Verfahren wird eine Person, eine Karte oder ein Terminal überprüft, um sicherzustellen, dass es sich dabei um eine berechtigte Person oder ein autorisiertes Gerät handelt.
B
Basic Access Control
Dabei werden Challenge-Response-Mechanismen auf der Grundlage der dreifachen DES-Empfehlungen verwendet. Der Vorteil dabei ist, dass das Auslesen nur über den Besitz des Zugriffsschlüssels möglich ist und das Mitlesen über eine sichere Kommunikation verhindert wird.
Baud
Anzahl der Signalelemente pro Sekunde. Baud gibt die Anzahl von Bits pro Sekunde an, die übertragen werden.
BioAPI
Eine Programmierungsschnittstelle, die von Industrieverbänden zur Standardisierung der Kommunikation zwischen Anwendungssoftware und biometrischen Systemen definiert worden ist.
Biometrie
Biometrie (aus dem Griechischen: Bios=Leben, Metron=Maß) misst die Merkmale von Lebewesen wie z. B. Gesicht, Finger und Iris anhand von mathematischen Verfahren zur Identifikation und Verifikation.
Biometrisches Merkmal
Ein messbares physisches Charakteristikum oder persönlicher Verhaltenszug, das/der dazu benutzt wird, die Identität einer registrierten Person zu erkennen oder eine vorgegebene Identität zu überprüfen.
C
Chipinlay
Ein Verbund aus Chip, Chipmodul und Antenne, der in die Passdecke oder in eine der Seiten des Passbuches integriert ist.
CLI
Changeable Laser Image - Laserkippbild
Country Signing Certificate (CSC)
Ein von einer Country Signing Certification Authority (CSCA) ausgestelltes Zertifikat, das zur Zertifizierung des Chips in hoheitlichen Dokumenten dieses Landes verwendet wird. Das CSC ist Teil einer Public-Key-Infrastruktur (PKI).
Crew Member Licence - Besatzungsausweis
Dieser wird von einer Fluggesellschaft an ihre Mitarbeiter ausgestellt, um die Anstellung als Crew-Mitglied zu bestätigen. Er ist nur zusammen mit einem Ausweisdokument gültig und erlaubt dem Inhaber, ohne Visum in ein Land einzureisen und sich in der an den Flughafen angrenzenden Gemeinde aufzuhalten.
D
Datenverschlüsselung
Ein symmetrisches oder asymmetrisches Verfahren zum Schutz von sensiblen Daten.
DES
Data Encryption Standard - symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus
Document Adviser - Dokumentenberater
Ein Grenzbeamter eines Landes, der im Vorfeld der Grenzkontrolle z. B. auf einem Flughafen über die Echtheit der Ausweisdokumente von Flugpassagieren berät, indem er die Mitarbeiter beim Check-in dahingehend instruiert, welche Dokumente bei der Ankunft am Zielflughafen akzeptiert werden. Der Hintergrund dafür ist, dass wenn eine Fluggesellschaft einen Passagier mit gefälschten Papieren in ein Land fliegt, die Fluggesellschaft verpflichtet ist, auf eigene Kosten diesen Passagier wieder zum Abflughafen zurückzubringen.
Dokumentendatenbank
Eine elektronische Sammlung von Bildern, die Reisedokumente aus verschiedenen Ländern sowie die Sicherheitsmerkmale für die manuelle oder maschinelle Echtheitsprüfung eines Dokumentes an der Grenze zeigen.
Dokumentenlesegerät
Ein elektronisches Gerät, das die personenbezogenen Daten in einem maschinenlesbaren Reisedokument ausliest und sie auf dem Computerbildschirm zur weiteren Prüfung anzeigt. Man unterscheidet zwischen MRZ- und Ganzseitenlesegeräten. Geräte für das Auslesen des RFID-Chips in elektronischen Dokumenten werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen.
dtx
Auch als Decitex, Dezitex oder Dtex bekannt. Dabei handelt es sich um die Maßeinheit für das Gewicht in Gramm für 10.000 m Faden. Beispielsweise wiegen bei einem Wert von 50 dtx 10.000 m Faden 50 g.
Durchzugsleser
Ein Dokumentenlesegerät, das nur die maschinenlesbare Zone (MRZ) lesen kann. Dazu muss die MRZ des Ausweisdokumentes durch den Leseschlitz des Gerätes gezogen werden.
E
Ein-/Ausreisesystem
Ein Datenbanksystem, das ein Land zur Überprüfung des Aufenthaltsstatuses von Ausländern im Land verwendet.
Elektronischer Reisepass (ePass)
ICAO-konformes maschinenlesbares Reisedokument (MRTD), in das ein passiver RFID-Chip integriert ist. Im Chip sind die gleichen Daten wie auf der Datenseite des Passes gespeichert sowie ein digitales Bild des Passinhabers. Seit 2007 werden in Deutschland auch die Bilder der beiden Zeigefinger des Passinhabers gespeichert.
Elektronische Signatur
Die elektronische Signatur (auch digitale Signatur genannt) bezieht sich auf elektronische Daten, die einer Mitteilung beigefügt oder mit ihr verbunden sind. Sie garantiert die Echtheit und Integrität der Mitteilung und stellt sicher, dass der Absender auch der ist, den er zu sein vorgibt, und dass die Mitteilung nicht auf dem Übertragungsweg vom Absender zum Empfänger verändert wurde.
Enrolment - Registrierung
Die einmalige Erfassung eines biometrischen Merkmals als Referenz für die künftige Überprüfung einer Person.
ePass
Ein elektronischer Pass mit einem kontaktlosen Chip und eingebauter Antenne.
Eurodac
Eine Datenbank über Asylbewerber und Personen, die illegal über die Außengrenze der EU eingereist sind. Durch den Vergleich von Fingerabdrücken kann ein Mitgliedsstaat prüfen, ob ein Asylbewerber oder Ausländer, der sich illegal in einem Mitgliedsstaat aufhält, in einem anderen Mitgliedsstaat Asyl beantragt hat. Eurodac umfasst eine von der Europäischen Kommission verwaltete Fingerabdruckdatenbank und elektronische Systeme für die Datenübertragung zwischen den Mitgliedsstaaten und der zentralen Datenbank. Neben den Fingerabdrücken werden von den Mitgliedsstaaten auch Daten zum Ursprungsmitgliedsstaat, dem Ort und dem Zeitpunkt der Beantragung, dem Geschlecht des Antragstellers und dessen ID-Nummer übertragen.
Extended Access Control (EAC)
Das EAC-Protokoll wurde von der Europäischen Union zum Schutz der sensiblen Daten in biometrischen Reisedokumenten, insbesondere den Fingerabdruckbildern des Inhabers, entwickelt. EAC setzt sich aus zwei verschiedenen Schritten zusammen: der Chip Authentication und der Terminal Authentication. Während der Chip Authentication wird eine sichere Kommunikation zwischen dem Chip und dem Lesegerät aufgebaut. Dabei wird auch eine implizierte Sicherheitsüberprüfung der gespeicherten Informationen vorgenommen. Dieses Verfahren ermöglicht die Authentifizierung der Bestandteile, die während der Personalisierung zugewiesen worden sind. Da nur ein "echter" Chip in der Lage ist, die über beide Schlüssel gesicherte Kommunikation mit dem Lesegerät aufzubauen, garantiert die Chip Authentication auch gleichzeitig einen automatischen "Kopierschutz" der gespeicherten Chipinhalte. Während der Terminal Authentication können nur autorisierte Lesegeräte mit genau definierten Zugriffsrechten Zugang zu den im Chip gespeicherten Informationen erhalten. Jedes Mal, wenn die Kommunikation zwischen dem Chip und dem Lesegerät aufgebaut wird, wird das Berechtigungszertifikat des Lesegerätes automatisch geprüft.
F
False And Authentic Documents (FADO) - Falsche und echte Dokumente
Europäisches Bildarchivierungssystem (EU Ratsbeschluss vom 27. März 2000) zur Bekämpfung von illegaler Einwanderung und organisiertem Verbrechen. FADO soll den schnellen und einfachen Informationsaustausch über echte und falsche Dokumente zwischen den Mitgliedsstaaten ermöglichen. Die FADO-Datenbank enthält die folgenden Informationen:
- Bilder von gefälschten oder manipulierten Dokumenten
- Bilder von echten Dokumenten
- Informationen über Fälschungsmethoden
- Informationen über Sicherheitsmethoden
FAR - False Acceptance Rate - Falschakzeptanzrate
Die Akzeptanz einer unberechtigten Person bei einem System, das von einem biometrischen Merkmal geschützt wird. Die Falschakzeptanzrate gibt die Wahrscheinlichkeit als Prozentsatz an, dass ein Gerät eine unberechtigte Person nicht zurückweist.
Fingerabdruckerkennung
Der Fingerabdruck eines Menschen setzt sich aus Papillarlinien (Erhebungen) und Minutien (Verzweigungen) zusammen und ist für jeden Mensch einzigartig. Bei der Fingerabdruckerkennung nimmt der Fingerprintscanner zuerst das Bild des Fingerabdrucks. Danach werden entweder das Bild oder ein Template des Fingerabdrucks gespeichert. Durch das Abspeichern des Abdrucks der beiden Zeigefinger in dem elektronischen Pass wird die Überprüfung des Passinhabers noch sicherer als nur durch das Abspeichern des Gesichtbildes.
Forensische Überprüfung
Die labortechnische Überprüfung der Echtheitsmerkmale durch hochqualifizierte Dokumentenexperten., die nicht durch den Bürger oder Kontrollbeamten bei der Primärprüfung (Primary Inspection) identifiziert werden können.
FRR - False Rejection Rate - Falschrückweisungsrate
Die Zurückweisung eines berechtigten Nutzers von dem System, das von einem biometrischen Merkmal geschützt wird. Die Falschrückweisungsrate gibt die Wahrscheinlichkeit als Prozentsatz an, dass ein Gerät einen berechtigten Nutzer nicht akzeptiert.
G
Ganzseitenlesegerät
Ein ePass-Lesegerät, das die komplette Datenseite des Dokumentes scannt und die Daten auf dem Bildschirm anzeigt.
Gesichtserkennung
Ein biometrisches Verfahren, bei dem das Gesicht der zu prüfenden Person mit einem oder mehreren gespeicherten Photos verglichen wird. Mit Hilfe des ICAO-konformen Bildes des Passinhabers, das in dem elektronischen Pass gespeichert ist, kann der Passinhaber durch dieses Verfahren überprüft werden. Im Moment ist man dabei, ausgeklügeltere Gesichtserkennungstechnologien zu entwickeln. Die dreidimensionale Gesichtserkennung gibt der Gesichtserkennung eine dritte Dimension, wodurch die Leistung und die Sicherheit erheblich gesteigert werden.
I
ICAO
International Civil Aviation Organization - Internationale Zivilluftfahrt-Organisation
ICAO Doc 9303
Das ICAO-Dokument, das 1980 erstmalig veröffentlicht wurde und die Spezifikationen für maschinenlesbare Dokumente enthält.
Identifikation
Das Auffinden eines Datensatzes, z.B. dem biometrischen Kennzeichner einer Person, aus einer großen Grundgesamtheit (1:n)
International Civil Aviation Organization (ICAO) - Internationale Zivilluftfahrt-Organisation
Eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, deren Ziel die Harmonisierung der Richtlinien für die zivile Luftfahrt ist.
International Maritime Organization (IMO) - Internationale Seeschifffahrts-Organisation
Eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, deren Ziel die Harmonisierung der Richtlinien für die Seeschifffahrt ist.
Iriserkennung
Ein biometrisches Identifikationsverfahren. Die Iris ist die durch Pigmente gefärbte Blende des Auges und reguliert die Lichtmenge, die ins Auge trifft. Ihr Muster ist für jeden Menschen einzigartig. Bei diesem Verfahren wird ein Live-Photo der Iris von der zu prüfenden Person erfasst und dann mit dem zuvor gespeicherten Referenzbild verglichen. Dabei wird kein Laserstrahl verwendet.
ISO
International Standards Organization - Internationale Organisation für Normung
K
Kontaktlose Karte
Eine Karte, die aus einer Entfernung gelesen werden kann, ohne dass sie durch einen Kartenleser durchgezogen oder auf einen Kartenleser aufgelegt werden muss.
Kryptographie
Das Verfahren zum Umwandeln von lesbaren Text in verschlüsselten Text und umgekehrt.
L
LDS
Logical Data Structure - Logische Datenstruktur
Linsenförmig
Wenn man ein linsenförmiges Bild betrachtet, ist ein Bild nach dem anderen zu sehen, wenn sich der Winkel oder die Ansicht ändert.
M
MRP - Machine Readable Passport - Maschinenlesbarer Pass
Die Hauptelemente des MRP sind die Identifikationsangaben des Inhabers sowie ein Lichtbild und eine zweizeilige maschinenlesbare Zone (MRZ).
MRTD
Machine Readable Travel Document - Maschinenlesbares Reisedokument
MRZ
Machine Readable Zone - Maschinenlesbare Zone
O
OCR - Optical Character Recognition ? Optische Zeichenerkennung
Die zwei Zeilen der maschinenlesbaren Zone in einem Pass setzen sich aus OCR-B-Zeichen zusammen.
P
Passenger Name Record (PNR)
Seit 5. März 2003 sind die Fluggesellschaften, deren Flugzeuge die USA anfliegen, aus den USA abfliegen oder über die USA fliegen, verpflichtet, den amerikanischen Zoll- und Grenzbehörden Online-Zugang zu dem Buchungsdatensatz, dem Datensatz mit dem Passagiernamen (Passenger Name Record oder PNR), zu gewähren, der für jeden Passagier in den von den Fluggesellschaften benutzten Reservierungssystemen abgespeichert ist. Der Europäische Gerichtshof hat diesen Datenaustausch kritisiert. In der Zwischenzeit ist ein neues Abkommen unterzeichnet worden, um die Kritikpunkte zu beheben.
Passive Authentication
Der bei diesem Verfahren angewandte kryptographische Mechanismus ist die digitale Signatur. Dadurch wird nachgewiesen, dass die logische Datenstruktur (LDS) und das Dokumentenzertifikat geprüft und nicht verändert wurden. Sie verhindert jedoch nicht das exakte Kopieren oder das Austauschen des Chips.
PIN
Personal Identification Number - Persönliche Identifikationsnummer
PKI - Public Key Infrastructure - Public-Key-Infrastruktur
Ein Verfahren zum Prüfen des Absenders einer Mitteilung oder zum Verschlüsseln einer Mitteilung.
Primary Inspection - Primärprüfung
Sie ist Bestandteil der Grenzkontrolle, durch den alle Personen gehen müssen. Zu dieser Prüfung gehört
- die Echtheitsprüfung des Passes und des Visums
- die Überprüfung des Dokumenteninhabers
- die Prüfung von Dokument und Inhaber
- die Befragung bei der Einreise, einschl. der Überprüfung der Angaben zum Abreise-/Bestimmungsort und ob eine Person über ausreichende Mittel verfügt, solange sie im Land ist
- Unter bestimmten Umständen auch die Untersuchung des Fahrzeuges und von Gegenständen, die die Passagiere mit sich führen.
Prüfsumme
Die Püfsumme garantiert die Datenintegrität, wenn Daten gespeichert werden. Um eine Prüfsumme zu bekommen, werden die grundlegenden Bestandteile einer Mitteilung mit einem bestimmten Faktor multipliziert und dann aufaddiert. Der sich daraus ergebende Wert wird als Prüfsumme abgespeichert. Wenn die "Kopie" der Daten gelesen wird, kann davon ebenso eine Prüfsumme errechnet und mit der gespeicherten Prüfsumme der Originaldatei verglichen werden. Wenn sich die beiden Prüfsummen unterscheiden, bedeutet dies, dass es einen Fehler beim Speichern gegeben hat und neu abgespeichert werden muss. Sind beide Prüfsummen identisch, wurden die Daten richtig übertragen.
Public Key Infrastructure (PKI)
Sie bezieht sich auf ein IT-System, das digitale Zertifikate ausgestellt, verteilt und prüft. Die innerhalb einer PKI ausgegebenen Zertifikate garantieren, dass der Inhaber des Zertifikates von einem Trustcenter autorisiert ist und dass die in der Mitteilung enthaltenen Informationen nicht auf dem Übertragungsweg geändert worden sind.
R
Registered Traveller Programme
Ein RTP könnte aus mehreren Gründen eingesetzt werden. Die Lösungen, die vor allem an Flughäfen eingesetzt werden, dienen dem beschleunigten Zutritt zu dem sicheren Teil des Flughafens. Registrierte Reisende (RT) gelten dann als "sicherheitsüberprüft" und werden auch nicht für eine stichprobenhafte eingehende Prüfung ausgewählt. Als Alternative könnte das RTP als reine Grenzkontrolllösung verwendet werden, die den RT die Möglichkeit gibt, automatische Gates zu benutzen. Die Voraussetzung für beide Lösungen ist die Vorabregistrierung.
RFID - Radio Frequency Identification - Funkfrequenz-Identifikation
Ein Identifikationsverfahren mit Hilfe der Funkfrequenztechnik, das keinen direkten Kontakt benötigt.
RFID-Chip
Ein Mikroprozessorchip, der für die Speicherung oder Verarbeitung von Daten verwendet werden kann. Die Chips sind in aktive und passive RFID unterteilt. Aktive Chips haben eine eigene Energiequelle (Batterie), wogegen passive Chips die Energie durch Induktion aus dem Lesegerät beziehen. Einfache Chips werden nur für Logistikzwecke verwendet. Hochentwickelte Chips dagegen enthalten einen Kryptocontroller zur Verarbeitung der Daten.
RSA
Ein Berechnungsalgorithmus für die Datenverschlüsselung, der nach seinen Erfindern Ronald L. Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman benannt ist und der eine äußerst hohe Sicherheit bietet.
S
Schengener Abkommen
Im Schengener Abkommen haben mehrere europäische Länder vereinbart, auf Kontrollen des Personenverkehrs an ihren Innengrenzen zu verzichten und eine gemeinsame Außengrenze aufzubauen. Zu den Ländern, die das Schengener Abkommen bereits umgesetzt haben, gehören:
- Belgien (26. März 1995)
- Frankreich (26. März 1995)
- Deutschland (26. März 1995)
- Luxemburg (26. März 1995)
- die Niederlande (26. März 1996)
- Portugal (26. März 1995)
- Spanien (26. März 1995)
- Italien (26. Oktober 1997)
- Österreich (1. Dezember 1997)
- Griechenland (26. März 2000)
- Dänemark (25. März 2001)
- Finnland (25. März 2001)
- Island (25. März 2001)
- Norwegen (25. März 2001)
- Schweden (25. März 2001)
Folgende Länder haben das Schengener Abkommen am 1. Mai 2004 unterzeichnet und wollen es zwischen dem 31. Dezember 2007 und dem 29. März 2008 umsetzen:
- die Tschechische Republik
- Estland
- Ungarn
- Lettland
- Litauen
- Malta
- Polen
- Slowakei
- Slowenien
Unterzeichnerstaaten, die das Abkommen noch umsetzen müssen:
- Zypern
- Schweiz
EU-Mitglieder, die dem Schengener Abkommen nicht beigetreten sind:
- Irland
- Vereinigtes Königreich
Schengen Information System (SIS)
Eine Datenbank, die fortlaufend den Inhalt der nationalen SIS-kompatiblen Datenbanken von allen Ländern des Schengener Abkommens abgleicht. Gegenwärtig verwenden 13 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island und Norwegen das SIS. Die jeweiligen Innenministerien betreiben ein nationales SIS. Darin werden Daten zu den Kontrollen der Außengrenze oder den "vorgelagerten Grenzkontrollen" hinter der Grenze gespeichert. Die Informationen stehen allen Staaten des Schengener Abkommens zur Verfügung. Folgende Informationen sind als Text gespeichert:
- Personen mit einem Aufenthaltsverbot
- gestohlene Gegenstände
- gestohlene oder verlorene Dokumente.
Schengen Information System II (SIS II)
Der Nachfolger von SIS, bei dem auch zusätzliche Informationen wie graphische Daten gespeichert und zusätzliche Suchfunktionen ermöglicht werden. Die Daten werden zur Überprüfung von Personen an den EU-Außengrenzen oder in dem jeweiligen Landesterritorium sowie zur Ausstellung von Visa und Aufenthaltserlaubnissen und auch bei der Zusammenarbeit zwischen der Polizei und Justiz bei Kriminalfällen verwendet. Es wird noch darüber diskutiert, ob auch biometrische Daten in SIS II enthalten sein sollen. SIS II wird mit einiger Verspätung in Betrieb gehen.
Seafarer ID
Ein Reisedokument für Seeleute, das von der International Maritime Organization eingeführt wurde und das in den Ländern, die die ICAO-Konvention unterzeichnet haben, dem Inhaber erlaubt, ohne Visum an Land zu gehen und sich in der an den Anlaufhafen angrenzenden Gemeinde aufzuhalten.
Secondary Inspection - Sekundärprüfung
Gründliche Überprüfung auf der Grundlage von Stichproben oder konkretem Verdacht aus der Primärprüfung. Wenn es einen Zweifel gibt, ob ein Dokument echt ist oder ob die Prüfung mit dem ePass fehlgeschlagen ist oder bei positivem Ergebnis bei der Fahndungsliste oder wenn ein Reisender auf der Fahndungsliste gefunden worden ist, werden verschiedene Datenbanken nach dieser Person abgefragt.
Stahlstich
Druckverfahren, bei dem ein fühlbares, erhabenes Profil erzeugt wird.
T
TAG/MRTD
Technische Beratungsgruppe über maschinenlesbare Reisedokumente. Ein Unterkomitee der ICAO, das für die Entwicklung der Standards für maschinenlesbare Pässe zuständig ist.
Template
Eine Datei, die nur die wichtigsten Informationen für die Identifizierung eines zuvor erfassten biometrischen Merkmals enthält und die daher viel weniger Speicher benötigt. Um Rechenkapazität zu sparen, können biometrische Verfahren einen Referenzdatensatz, der bei dem Enrolment erstellt wurde, mit einem Datensatz der erfassten Live-Daten vergleichen. Die Ähnlichkeit zwischen dem Live-Template und dem Referenztemplate reicht für die Prüfung aus, weil zwei biometrische Erfassungen niemals identische Ergebnisse liefern können.
Totalfälschung
Unerlaubtes Kopieren eines ID-Dokumentes oder anderer Produkte.
Triple DES
Ein Verfahren zur Steigerung der Sicherheit des DES durch dreimaliges Verschlüsseln mit verschiedenen Schlüsseln.
U
US Visit
Ein Ein-/Ausreisesystem in die USA, bei dem die Daten von allen Reisenden, die ein Visum für die Einreise in die USA benötigen, gespeichert werden. Die biometrischen Daten werden in Form eines Bildes und zweier Fingerabdrücke erfasst. Außerdem werden der Name, das Geschlecht, das Geburtsdatum, die Staatsangehörigkeit, die Passnummer, der Ausstellungsort, die Heimatanschrift, Visumsnummer, Ausgabetag und ?ort, Registrierungsnummer (wenn diese bereits bei einem früheren Besuch erteilt worden ist) sowie die Anschrift während des Aufenthaltes in den Staaten aufgezeichnet. Die Ausreise wird durch den Abgleich der biometrischen Daten und dem Pass dokumentiert. Mehrere amerikanische Behörden haben Zugriff auf die Daten, insbesondere die Einwanderungsbehörde, die Grenzkontrolle und die Polizei sowie Konsulatsabteilungen. Die Daten werden direkt vom Reisenden genommen.
V
Verifikation
Die Überprüfung, ob eine Person auch die Person ist, die sie vorgibt zu sein.
Verschlüsselung
Darunter versteht man das Verfahren, Informationen zu verschleiern, so dass sie ohne spezielle Kenntnisse (Schlüssel) nicht lesbar sind. Die Verschlüsselung kann angewandt werden, um die Geheimhaltung sicher zu stellen. Aber man benötigt noch andere Techniken, um die Kommunikation abzusichern, insbesondere um die Integrität und Echtheit einer Mitteilung zu prüfen (z.B. elektronische Signatur).
Visa Information System (VIS)
Dieses System soll die Ausstellung von Visa im Schengenraum verbessern. Die EU plant, ein Visa Information System (VIS) ähnlich dem SIS aufzubauen. Die Arbeit daran wurde 2004 begonnen. Alle Botschaften und Konsulate werden das System hinsichtlich von Visumsanträgen befragen und Informationen über den Antragsteller einschl. der zehn Fingerabdrücke darin speichern. Botschaften und Konsulaten, der Grenzkontrolle sowie Sicherheitsbehörden wird Zugriff auf das VIS gewährt.
Visa Waiver Program
Staatsbürgern aus bestimmten Ländern wird die Einreise in die Vereinigten Staaten als Tourist oder aus beruflichen Gründen für bis zu 90 Tagen ohne Visumspflicht erlaubt.
Visum
Die Erlaubnis, die Grenzen eines Landes zu überschreiten. Normalerweise wird ein Visum nur zur Einreise benötigt, selten zur Ausreise (wie z.B. in China). Es erlaubt den Aufenthalt in einem Land oder in einer Gruppe von Ländern über eine begrenzte Zeitdauer und wird von dem Konsulat (oder der Konsulatsabteilung einer Botschaft) des Einreiselandes ausgestellt.
Visumsticker
Ein Sticker mit einer einmaligen Seriennummer, der dem Reisedokument beigefügt wird, wenn die Einreise genehmigt wurde. Er wird von den Grenzkontrollbeamten in dem Zielland als Bestätigung der Einreiseerlaubnis angesehen.
Vorsatz
Die vordere und hintere innere Umschlagsseite des Passes.
W
Wasserzeichen
Wenn Licht durch das Papier der Datenseite des ePasses fällt, ist ein mehrstufiges Wasserzeichen zu erkennen.