Bisher gibt es rund 40 Anwendungen rund um den neuen Personalausweis. Inhaber des elektronischen Identitätsnachweises können vor allem eGovernment-Services nutzen und beispielsweise bei der Stadt Münster Personenstandsurkunden per Mausklick anfordern. Auch privatwirtschaftliche Anbieter wie Banken und Versicherungen integrieren die Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises zunehmend in ihr Angebot. So ermöglichen sie es z. B. ihren Kunden, online ein Konto zu eröffnen.
Als Produzent des neuen Personalausweises und Full-Service-Anbieter für das Management elektronischer Identitäten hat die Bundesdruckerei den eIDEE-Wettbewerb für den digitalen Handschlag initiiert. Unternehmen und Behörden konnten Ideen für den Einsatz der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises einreichen. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden am 31. November 2012 in Berlin gekürt.

Es gibt heute rund 20 Millionen potenzielle Nutzer, wenn man die Zahl der ausgegebenen neuen Personalausweise und elektronischen Aufenthaltstitel zugrunde legt. Täglich werden es mehr. Ulrich Hamann, Initiator des eIDEE-Wettbewerbs und Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei, prognostiziert: „Je mehr Angebote es gibt, desto mehr Bürger werden die Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises auch nutzen wollen. Je mehr Nutzer es gibt, desto mehr Diensteanbieter werden die Funktionen in ihre Angeobte integrieren. Als Produzent des neuen Personalausweises wollen wir den Einsatz des elektronischen Identitätsdokuments für sichere und komfortable Transaktionen im Internet fördern."
Über jahrtausendealte Codes zur Entschlüsselung der Identität eines Gegenübers sprach Dr. Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in seiner Keynote zur Preisverleihung.

„Die zentrale gesellschaftliche Debatte der Zukunft dreht sich um Identität und Anonymität. Wann zeige ich meine Identität? Wann habe ich das Recht, sie zu verschweigen? Darauf wird es keine Schwarz-Weiß-Antworten geben.”
Der neue Personalausweis ermöglicht es den Nutzern, selbstbestimmt mit ihrer Identität im Internet umzugehen. Bei der Kommunikation im Netz fördert er das Vertrauen der Partner. Er erlaubt es den Bürgern fallweise zu entscheiden, welche Informationen sie preisgeben wollen, und fördert den sparsamen Umgang mit den eigenen Daten.

